Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat der SPD-Führung vorgeworfen, sich vor der von Juso-Chef Kevin Kühnert entfachten Sozialismus-Debatte wegzuducken. „Ich würde mir wünschen, dass die SPD-Spitze solche Debatten nicht ihrem Juso-Chef überlässt“, sagte Wagenknecht der „Saarbrücker Zeitung“. „Die Diskussion darüber, welche Wirtschaftsverfassung wir brauchen, um das Wohlstandsversprechen der sozialen Marktwirtschaft wieder einzulösen, gehört auf die Tagesordnung“, sagte die Linken-Politikerin. Auf die Frage, ob der Kühnert-Vorstoß einen rot-rot-grünen Machtwechsel beflügeln könnte, sagte Wagenknecht: „Hoffnung darauf kann man erst haben, wenn es dafür wieder Mehrheiten gibt“. Dazu müsse vor allem die SPD wieder eine glaubwürdige sozialdemokratische Partei werden. Für den Absturz der SPD sei nicht Kühnert verantwortlich, „sondern die Politik gegen ihre eigenen Wähler, die sie seit Jahren macht“, so Wagenknecht. +++
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