Ukraine Krieg – FDP-Eichenzell organisierte Hilfskonvoi

Was wir gerade erleben, ist der militärische Überfall Russlands auf die Ukraine

Die Freien Demokraten aus Eichenzell haben über das FDP-Netzwerk Ukraine Hilfe Fulda zusammen mit vielen freiwilligen Helfern einen großen Hilfskonvoi auf die Straße gebracht. Seit Freitag früh sind acht Kleintransporter mit Hilfsgütern unterwegs zur polnisch-ukrainischen Grenze. Auf der Rückfahrt sollen bis zu 50 Kriegsflüchtlinge -meist Frauen und Kinder- in Sicherheit gebracht werden.

Claus-Dieter Schad, FDP-Fraktionsvorsitzender in der Eichenzeller Gemeindevertretung, betont, dass sich gerade der Ortsverband Eichenzell umfassend für diese Hilfsaktion engagiert hat: Ralf Köhler aus Eichenzell-Welkers hat sieben Fahrzeuge seiner Firma Köhler-Transfer für den Hilfstransport bereitgestellt, samt Fahrer, die allesamt ihr Wochenende für die gute Sache opfern und die 2.300 Kilometer-Tour auf sich nehmen. Raphael Enders vom Landgasthof „Zum schwarzen Ross“ in Eichenzell-Lütter stellt bei Bedarf Zimmer für eine erste provisorische Unterbringung der traumatisierten Menschen zur Verfügung und Marco Farnung aus Eichenzell-Rönshausen hat sich mit seinem Unternehmen sifar eingebracht und jede Menge Sach- und Geldspenden akquiriert, um nur drei Beispiele von vielen zu nennen. „So geht Ukraine Hilfe“, fasst Claus-Dieter Schad kurz und knapp zusammen.

Mario Klotzsche, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Fulda und Vorsitzender der FDP-Fraktion im Kreistag Fulda, der den Transport persönlich begleitet, zeigt sich überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. „23 freiwillige Helfer leisten einen unglaublich tollen Einsatz.“ Die Hilfsaktion wird durch zahlreiche Spenden von Bürgerinnen und Bürgern unterstützt, nicht nur aus Fulda, sondern aus ganz Hessen. Mit an Bord, sind Medizinische Produkte und Medikamente. Besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang Dr. med. Hermann Grauel aus Fulda, der diese Dinge nicht nur organisierte, sondern den Konvoi auch selbst begleitet. Dem Medizinteam gehört ferner Leon Seiß an, Krankenpfleger aus dem Klinikum, der direkt von der Nachtschicht kommend in den Bus gestiegen ist, um zu helfen.

Was wir gerade erleben, ist der militärische Überfall Russlands auf die Ukraine. Putin führt einen Eroberungskrieg gegen sein Nachbarland. Ganze Städte werden zerbombt, Infrastrukturen zerstört, schon jetzt sind zehntausende Tote und Verletzte zu beklagen und eine Menschenlawine unvorstellbaren Ausmaßes ergießt sich nach Westen. Bereits jetzt sind es über 2 Millionen Kriegsflüchtlinge, davon 800.000 Kinder mit ihren Müttern, die sich an der ukrainisch-polnischen Grenze stauen. Vor diesem Hintergrund sollte die Gemeinde Eichenzell noch mehr tun, als bisher schon angeschoben ist. „Wir werden in die nächste Sitzung unserer Gemeindevertretung deshalb einen Dringlichkeitsantrag zur Ukraine Hilfe einbringen. Gerne zählen wir dabei auf die Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fraktionen“, stellt Dr. med. Hans-Joachim Müller, FDP-Abgeordneter und Vorsitzender im Eichenzeller Sozialausschuss, abschließend heraus. +++ pm/ja

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2022, 05:22 Uhr
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