RhönEnergie Nachhaltigkeitspreis 2026: Alsfeld zeigt, wie 5.000 Euro Naturschutz voranbringen

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Die RhönEnergie Gruppe verleiht zum dritten Mal den RhönEnergie Nachhaltigkeitspreis und sucht erneut engagierte Projekte aus der Region. Wie nachhaltig die Auszeichnung wirken kann, zeigt ein Besuch bei den Gewinnern des vergangenen Jahres. Die Wald-AG der Albert-Schweitzer-Schule in Alsfeld sicherte sich 2025 mit ihrem Projekt „Schaffung eines Artenschutzhauses“ den ersten Platz. Neben einer großen öffentlichen Aufmerksamkeit erhielt das Team ein Preisgeld von 5.000 Euro. Das Geld floss unmittelbar in neue Maßnahmen für den Arten- und Naturschutz.

Mitten im Wald zwischen Eifa und Alsfeld steht heute das Artenschutzhaus, umgeben von alten Bäumen und Vogelstimmen. Das ehemalige Steinbruchhäuschen sollte ursprünglich abgerissen werden, wurde jedoch durch die Initiative der Schülerinnen und Schüler erhalten. Seit dem Gewinn des Nachhaltigkeitspreises ist das Projekt deutlich gewachsen. „Mit dem Preisgeld konnten wir unser Artenschutzhaus weiter ausbauen und neuen Lebensraum für verschiedenste Tierarten schaffen. Ohne die Unterstützung der RhönEnergie wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Dr. Florian Meister, Pädagogischer Leiter der Wald-AG an der Albert-Schweitzer-Schule in Alsfeld.

Zu den inzwischen umgesetzten Maßnahmen gehört der Umbau des Dachbodens zu einem Sommerquartier für heimische Fledermausarten. Darüber hinaus wurden Nistmöglichkeiten für Schleiereulen geschaffen. Direkt neben dem Gebäude entsteht derzeit ein Tümpel, der künftig heimischen Amphibien- und Reptilienarten als Lebensraum dienen soll. Gleichzeitig soll die Wasserfläche Insekten anlocken, die wiederum eine wichtige Nahrungsquelle für die Fledermäuse darstellen. So entwickelt sich rund um das Artenschutzhaus Schritt für Schritt ein Lebensraum für zahlreiche Tierarten.

Auch bei HessenForst wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. „Das Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken“, sagt Tobias Behlen, Förster und Revierleiter in Alsfeld. „Wir sind gespannt, was in Zukunft noch alles entsteht. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht.“ An dem Haus erinnert inzwischen eine Plakette an den Gewinn des RhönEnergie Nachhaltigkeitspreises 2025.

Während das Projekt der Wald-AG weiter wächst, startet bereits die nächste Bewerbungsrunde. Die RhönEnergie Gruppe sucht auch 2026 wieder Projekte, die sich für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz oder den Erhalt natürlicher Lebensräume einsetzen. Bewerben können sich Gruppen und Vereine, Kitas und Schulen, Ortsvereine von Verbänden sowie engagierte Einzelpersonen aus dem Netzgebiet der RhönEnergie Gruppe. Unternehmen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Projekte entweder im Jahr 2024 oder 2025 abgeschlossen wurden oder aktuell noch laufen. Sowohl Eigenbewerbungen als auch Vorschläge durch Dritte sind möglich. Bewerbungsschluss ist der 22. Juni 2026.

Der RhönEnergie Nachhaltigkeitspreis ist insgesamt mit 10.000 Euro dotiert. Für den ersten Platz sind 5.000 Euro vorgesehen, der zweite Platz wird mit 3.000 Euro ausgezeichnet und für den dritten Platz gibt es 2.000 Euro. Zusätzlich profitieren die ausgezeichneten Projekte von umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit über Presse, Social Media und die Kanäle der RhönEnergie Gruppe. Die Entwicklung des Artenschutzhauses bei Alsfeld zeigt bereits jetzt, welche Wirkung die Unterstützung entfalten kann, wenn eine Idee nach der Preisverleihung weiter wächst und umgesetzt wird. +++


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