Hessischer Sozialpreis: Fünf Initiativen für digitale Solidarität ausgezeichnet

Dr. Markus Juch (Diözesan-Caritasdirektor Fulda / links) mit dem Gewinnerteam des 3. Platzes des Hessischen Sozialpreises. Foto: Felix Leichum

Unter dem Leitgedanken „Aus Daten werden Taten! Digitale Solidarität: Durch neue Technologien Verbindungen schaffen“ ist in Wiesbaden der Hessische Sozialpreis verliehen worden. Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales sowie LOTTO Hessen zeichneten dabei fünf Initiativen aus dem Bundesland aus, die digitale Werkzeuge gezielt für Teilhabe, menschliche Begegnung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nutzbar machen. Das von LOTTO Hessen gestiftete Preisgeld in Höhe von insgesamt 30.000 Euro wurde unter den fünf Preisträgern aufgeteilt. Die Verleihung fand erstmals im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden statt und wurde von der Autorin und Journalistin Bärbel Schäfer moderiert, die empathisch und unterhaltsam durch die Veranstaltung führte.

Der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch überreichte in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen eine der Auszeichnungen für den dritten Rang. Im Rahmen einer Talkrunde tauschte sich Juch mit Moderatorin Schäfer und Martin Blach, dem Sprecher der Geschäftsführung von LOTTO Hessen, über die Rolle der Digitalisierung im sozialen Sektor aus. Dabei unterstrich der Caritasdirektor das gemeinsame Anliegen der prämierten Vorhaben: „Eines haben alle Projekte gemeinsam: nicht die Technik steht im Mittelpunkt, sondern ihr Nutzen für die Menschen. Sie zeigen, wie digitale Technologien Teilhabe ermöglichen, Solidarität stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz konkret fördern.“

Den mit 12.000 Euro dotierten ersten Platz sicherte sich das Projekt „Die Gute Stunde“ der Wiesbadener humaQ gGmbH. Das Angebot richtet sich an Menschen ab 60 Jahren und wirkt sozialer Isolation entgegen. Über kostenfreie interaktive Online-Veranstaltungen, telefonische Hilfestellung bei technischen Hürden und digitale Begleitpersonen erhalten Seniorinnen und Senioren einen Zugang zur digitalen Welt und neue Begegnungsmöglichkeiten. Seit dem Projektstart im Jahr 2021 wurden bereits mehr als 190 Live-Veranstaltungen mit über 4.500 Gästen umgesetzt.

Der zweite Preis und 8.000 Euro gingen an den Frankfurter Verein Bildungsgabe für das Vorhaben „Innovationsraum – Digitale Teilhabe für alle“. Jeweils ein dritter Rang und damit ein Preisgeld von je 4.000 Euro ging nach Kassel an den Verein ELAS für die „Onlineplattform für Migrantinnen und die Migrantengemeinschaft“ sowie an den Marburger Verein „UND Marburg – Kirche die verbindet“ für die Entwicklung der „UND App – Digitale Resonanzräume für eine solidarische Gesellschaft“. Zudem vergab die Jury einen Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 Euro an die Initiative „Sozial + Digital = Teilhabe, Gesundheit und Zusammenhalt auf dem Land“ des Vereins Miteinander – Füreinander Oberes Fuldatal. +++


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