In Eichenzell haben die RhönEnergie Fulda und die FW-Gruppe von Florian Wehner vor zahlreichen Gästen aus regionaler Wirtschaft und Politik den bislang größten Photovoltaik-Park im Landkreis Fulda offiziell eingeweiht. Für ein Investitionsvolumen von neun Millionen Euro wurden auf einer Fläche von 12,5 Hektar insgesamt 31.000 Module installiert. Die Anlage erzeugt künftig rund 21 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, was rechnerisch dem Jahresverbrauch von etwa 6.500 Durchschnittshaushalten entspricht.
Der neue Solarpark befindet sich in der Gemarkung Wettersbach direkt an der Autobahn 7 zwischen den Eichenzeller Ortsteilen Welkers und Rothemann. Mit seiner Inbetriebnahme löst das Projekt die 2023 errichtete Freiflächenanlage „SonnenScheinStrom“ am Autobahndreieck A7/A66 als bisher größten Solarpark des Landkreises ab. Gegenüber dem bisherigen Rekordhalter liefert die Anlage in Wettersbach rund 40 Prozent mehr Strom.
Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda, hob die Bedeutung des Großprojekts hervor: Der PV-Park Wettersbach setze Maßstäbe und zeige, dass man nicht nur über eine grünere Energieversorgung spreche, sondern ganz konkret handle. Damit werde die Versorgung der Region klimaschonender und sicherer, während die Investition zugleich ein klares Zeichen für den regionalen Wirtschaftsstandort sei. Die Maßnahme verfolge laut Heun drei zentrale Ziele: Sie schütze das Klima, stärke den Wirtschaftsstandort und sichere die Zukunft. Zugleich markiere die Anlage eine wichtige Etappe in der übergeordneten Unternehmensstrategie. Bis 2030 plant die RhönEnergie, ihre Erzeugungskapazität für Ökostrom aus Wind- und Sonnenenergie in der Region und darüber hinaus um 100 Megawatt auszubauen und hierfür rund 100 Millionen Euro zu investieren.
Umgesetzt wurde das Vorhaben von der RhönEnergie Erneuerbare (REE) in partnerschaftlicher Kooperation mit der FW-Gruppe. REE-Geschäftsführer Stefan Fella und Florian Wehner von der FW-Gruppe erläuterten bei der Eröffnung die technische Konzeption der Photovoltaik-Module. Ein Großteil der Module ist in Ost-West-Richtung aufgestellt, was eine kontinuierlichere Stromerzeugung insbesondere in den verbrauchsintensiven Morgen- und Abendstunden ermöglicht. Um mögliche Blendwirkungen auf den Verkehr der benachbarten Autobahn 7 zuverlässig auszuschließen, wurde ein anderer Teil der Module gezielt nach Süden ausgerichtet.
Anerkennung für das interkommunale Großprojekt äußerten Landrat Bernd Woide, der Eichenzeller Bürgermeister Johannes Rothmund und IHK-Präsident Dr. Christian Gebhardt. In ihren Redebeiträgen unterstrichen sie den Dreiklang aus klimafreundlicher Energiegewinnung, regionaler Wertschöpfung und einem verlässlichen Signal an die heimische Wirtschaft. Den kirchlichen Segen für die Anlage und die beteiligten Akteure spendeten Pfarrerin Ulrike Räder und Pfarrer Guido Pasenow. Für die musikalische Gestaltung der Einweihungsfeier sorgte der Musikverein Rothemann. +++





















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