Elfapostelhaus: Vorhaben des Tanner Bürgermeisters stößt auf Unverständnis

Kritik der FDP-Fraktion und dem Stadtverordneten Klaus Dänner

Tanns Bürgermeister Mario Dänner

Ob es um die Nachtabschaltung der Straßenleuchten, den Verkauf zweier Dorfgemeinschaftshäuser oder den Erhalt der städtischen Immobilien geht – alles ist geprägt vom Sparzwang des Bürgermeisters. Die Vereine vor Ort werden bis an ihre persönlichen und finanziellen Belastungsgrenzen zur Beteiligung an den Dorfgemeinschaftshäusern herangezogen. Auch der Skaterpark für unsere Jugendlichen ist nach acht Jahren und drei Spatenstichen bis heute wegen fehlender finanzieller Mittel nicht fertig gestellt.

„Es gibt so viel Nachholbedarf an Investitionen und hier sollte oberste Priorität unsere Rhönhalle haben, da es in das Bürgerhaus aller Tanner reinregnet“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende, Jörg Witzel. “Das Bürgermeister Mario Dänner nun 1,35 Millionen Euro Fördergelder aus dem Programm ‘Soziale Integration im Quartier’ an die Aktiv-Stiftung aus Fulda großzügig verschenken will, ist für uns nicht nachvollziehbar.”

Wir wollen, dass die Mittel gezielt zum Wohle der ganzen Stadt eingesetzt werden. Deshalb stellt die FDP-Fraktion gemeinsam mit dem Stadtverordneten Klaus Dänner zur nächsten Stadtverordnetensitzung im September einen Antrag zur Sanierung der Rhönhalle. „Es wird höchste Zeit für neue kreative Ideen und ein gemeinsames Anpacken zur Erhaltung unseres Veranstaltungssaales“, meint Klaus Dänner.

Mit Hilfe unserer Handwerksbetriebe und den Tanner Bürgerinnen und Bürgern kann die Sanierung der Rhönhalle ein großartiges Gemeinschaftsprojekt werden, das für den Zusammenhalt gerade in der Kernstadt von zukunftsweisender Bedeutung ist. Die Erneuerung und Erweiterung des Gebäudes um einen Jugendtreff finden sich in der Richtlinie des Programmes „Soziale Integration im Quartier“ wieder, welches eine Förderquote von bis zu 90 Prozent der Kosten vorsieht. „Die Interessen der Tanner Bevölkerung stehen bei uns im Mittelpunkt, private und kommerzielle Vorteile durch Weitergabe von Steuergeldern an Dritte wird es mit uns nicht geben“, erklärt die Stadtverordnete AndreaWilling abschließend. +++ pm

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4 Kommentare

  1. Es geht nicht alleine um das Haus – Man kann in eine Überschrift nicht den ganzen Artikel packen. Immer die Schlau-fis! Sie können hier über die Sache diskutieren. Und da haben Witzel und K. Dänner völlig recht. Warum Investoren das Geld in den Rachen schmeißen?

    • Um die Diskussion etwas zu versachlichen, nur drei Aspekte zum Charakter einer Stiftung: 1. Eine gemeinnützige Stiftung ist kein Investor. Jeden Euro und jeden Cent verwendet sie ausschließlich gemeinwohlorientiert. 2. Eine Stiftung unterliegt strenger staatlicher Aufsicht. Ähnlich dem Haushalt der Stadt Tann muss die zweckgebundene Verwendung von Fördergeldern transparent nachgewiesen werden. Eine private Entnahme ist unmöglich. 3. Ob die Stadt Tann selbst die Mittel aus einem staatlichen Programm verwendet oder sich einer Stiftung „bedient“, macht hinsichtlich der Vorteile für die Tanner Bürgerschaft keinen Unterschied. Kein Euro oder Cent fließt nach Fulda.

  2. Die Überschrift des Artikels und der Artikel haben nichts gemein. Die Rhönhalle und das Elfapostel Haus sind zwei vollkommen unterschiedliche Gebäude

  3. Herr Dänner sollte das Haus auf keinen Fall aus der Hand der Gemeinde geben. Hier muss die Gemeinde selbst was machen. Sparen ist gut aber was hilft es, wenn die Stadt ausblutet? Die Fördergelder benötigt die Stadt selber. Da haben Witzel und Co. ausnahmsweise mal Recht!

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