Vor einem großen Publikum, das auf dem Hessentag nach Begegnungen und Erlebnissen sucht, wird die Musikschule der Stadt Fulda zeigen, wie vielfältig musikalische Bildungsarbeit jenseits von Wettbewerben und großen Konzertsälen aussehen kann. Am Samstag, 20. Juni 2026, gehört die Bühne im Museumshof von 10 bis 17 Uhr den Schülerinnen und Schülern sowie den Ensembles der Einrichtung. Was dort zu hören sein wird, ist nicht nur eine Abfolge einzelner Darbietungen, sondern zugleich ein Querschnitt durch die tägliche Arbeit einer Musikschule, die unterschiedliche Generationen, Begabungen und musikalische Ausdrucksformen zusammenführt.
Das Programm spannt einen weiten Bogen durch verschiedene Stilrichtungen und Besetzungen. Klavier, Gesang und Kammermusik stehen ebenso auf dem Spielplan wie Bläser- und Schlagzeugensembles, Chor und Band. Die Besucherinnen und Besucher erwartet damit ein Konzerttag, der jungen Talenten ebenso Raum gibt wie Ensembles, die seit Jahren gemeinsam musizieren und ihre Erfahrung auf die Bühne bringen.
Den Auftakt gestalten um 10 Uhr die Klavierschülerinnen und -schüler von Natalia Geras, Maria Westerman und Marina Gajda. Im Anschluss übernimmt das Gitarrenensemble unter der Leitung von Daniel Wirtz. Ab 10.45 Uhr präsentiert sich das Saxophonensemble von Yvonne Roth-Wächter, ehe um 11.35 Uhr das Querflötenensemble von Stephanie Vautz folgt. Das Schlagzeugensemble von Klaus Schenk setzt um 12.30 Uhr mit rhythmischen Akzenten die Reihe der Vormittagsauftritte fort.
Der Nachmittag beginnt um 13.15 Uhr mit dem Chor „Capannello Vocale“ unter der Leitung von Carsten Rupp. Um 14 Uhr stehen verschiedene Kammermusikformationen im Mittelpunkt: das Quartett von Maksim Fedcenko-Pietsch, das Fagotttrio Rizopoulos sowie ein Querflöten-Trio aus der Klasse von Christina Mackenrodt. Mit dem Trompetenensemble von Jürgen Vautz um 15 Uhr und der Gesangsklasse von Raili Orrava um 15.45 Uhr setzt sich das Programm fort, bevor die Band „Backbeat“ unter der Leitung von Kurt Adolph um 16.30 Uhr den musikalischen Schlusspunkt des Tages setzt.
Dass die Musikschule ihre Präsenz nicht auf diesen einen Konzerttag beschränkt, verweist zugleich auf ihren Anspruch, den Hessentag als Plattform für die Sichtbarkeit kultureller Bildungsarbeit zu nutzen. Bereits am Sonntag, 14. Juni, präsentiert sich das Jugendsinfonieorchester Fulda um 14 Uhr auf der Hessenbühne am Universitätsplatz. Einen weiteren Akzent setzt die Big Band „Big’n’Jazz“, die am Freitag, 19. Juni, um 18.30 Uhr ebenfalls auf der Hessenbühne am Universitätsplatz auftritt. Den Abschluss des zweiten Hessentagswochenendes gestaltet die Rock Band „Mick Rock“, die am Sonntag, 21. Juni, von 17 bis 18 Uhr auf der Bühne des VR Bank regio‘markts zu hören sein wird.
Der Hessentag wird damit auch zu einem Ort, an dem sich nachvollziehen lässt, welche Bandbreite kommunale Musikschulen heute abdecken: vom ersten Unterricht am Instrument bis zum gemeinsamen Musizieren in größeren Formationen, vom klassischen Repertoire bis zu populären Ausdrucksformen. Es ist eine Arbeit, die oft im Hintergrund geschieht und deren Ergebnisse sich erst in solchen öffentlichen Momenten verdichten.
„Der Hessentag bietet eine hervorragende Gelegenheit, das vielfältige musikalische Engagement junger Menschen in unserer Stadt sichtbar zu machen“, sagt Musikschulleiterin Natalya Oldenburg. „Wir freuen uns, den Besucherinnen und Besuchern die große Bandbreite der musikalischen Arbeit an unserer Schule präsentieren zu können.“
Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei. Wer an diesen Tagen im Publikum Platz nimmt, erlebt deshalb nicht allein Konzerte, sondern erhält einen seltenen Einblick in das, was kulturelle Nachwuchsarbeit im besten Fall leisten kann: Menschen zusammenzubringen, Begabungen wachsen zu lassen und einer Stadt einen Teil ihres eigenen Klangs zu verleihen. +++
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