Quallen, Wasserleitungen und Rechenzentren – auf den ersten Blick haben diese drei Themen wenig gemeinsam. Auf dem Hessentag 2026 in Fulda führt das Fuldaer Unternehmen JUMO jedoch vor Augen, dass sie durch eine Technologie verbunden sind, die längst ihren Weg aus Forschungslaboren und Zukunftsvisionen in konkrete Anwendungen gefunden hat: künstliche Intelligenz.
Noch bis zum 21. Juni präsentiert JUMO in der KI-Welt im Kaufhaus „Karl“ drei Exponate aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Sensorik und Digitalisierung. Sie sollen zeigen, wie moderne Technologien gesellschaftliche und industrielle Herausforderungen lösen können. Zu den Besuchern am Stand gehörten auch Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und JUMO-Gesellschafter Bernhard Juchheim, die sich die Anwendungen vom JUMO-Team erläutern ließen.
Besonderes Interesse weckt die „Jellyfish Farm – KI, die Quallen versteht“. In einem Aquarium werden echte Quallen gehalten, deren Wachstum mithilfe einer Kamera und KI-basierter Bilderkennung analysiert wird. Die Auswertung erfolgt in Echtzeit auf einem separaten Bildschirm. Ergänzt wird das System durch JUMO-Sensoren, die fortlaufend Umwelt- und Messdaten erfassen. „Die Anwendung zeigt, wie künstliche Intelligenz die anspruchsvolle Haltung und Zucht sensibler Organismen unterstützen kann“, erklärt Philipp Reinhard, Business Relationship Manager in der IT von JUMO und verantwortlich für die Ausstellung.
Ein weiteres Exponat widmet sich einem Thema, das vielerorts zur Herausforderung geworden ist: dem Schutz wertvoller Wasserressourcen. Intelligente Wasserzähler mit KI-basierter Leckage-Erkennung sollen dabei helfen, Verluste frühzeitig zu erkennen. Ein Netzwerk aus Drucksensoren überwacht kontinuierlich Trinkwassernetze und identifiziert Auffälligkeiten, bevor größere Schäden entstehen können. Unterstützt durch Visualisierungen und ein Miniaturmodell wird deutlich, wie Datenanalyse und künstliche Intelligenz dazu beitragen können, Wasserverluste zu reduzieren, die in Europa teilweise bis zu 43 Prozent erreichen. „Die Lösung steht exemplarisch für die Verbindung von präziser JUMO-Sensorik und intelligenter Datenverarbeitung“, sagt Reinhard.
Das dritte Exponat richtet den Blick auf die technische Infrastruktur hinter der digitalen Welt. Das „Data Center Cooling System“ zeigt die Bedeutung effizienter Kühlung für moderne Rechenzentren. Leistungsfähige KI-Anwendungen benötigen enorme Rechenkapazitäten, deren Betrieb von zuverlässigen Kühl- und Klimasystemen abhängt. JUMO demonstriert, wie Sensorlösungen die Überwachung und Steuerung dieser Systeme optimieren und damit einen stabilen Betrieb gewährleisten können. Auch die zunehmende Bedeutung von Flüssigkeitskühlung wird dabei berücksichtigt.
Mit den drei Anwendungen macht JUMO auf dem Hessentag vor allem jungen Besucherinnen und Besuchern erlebbar, wie Sensorik und künstliche Intelligenz zusammenwirken können. Die Exponate zeigen keine abstrakten Zukunftsszenarien, sondern konkrete Beispiele dafür, wie Technologien bereits heute zum Einsatz kommen – für Umwelt, Industrie und Digitalisierung. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Anwendungen vor Ort kennenzulernen und sich über ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu informieren. +++
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