Autorenlesung mit Leonhard F. Seidl an der ESS

Multikulturelles Publikum

Fulda. Am letzten Donnerstag gab der mehrfach ausgezeichnete Autor Leonhard F. Seidl in drei Lesungen für insgesamt sechs Klassen und Kurse der Eduard-Stieler-Schule vielfältige Einblicke in sein Werk, sein Leben als Schriftsteller und seine Arbeit als Sozialarbeiter, die ihn sogar – wie er selbst erwähnte – „in den Knast führte“.

Die gesellschaftskritischen Themen des Romans, dessen Handlung auf einem realen Fall basiert, der sich 1988 nur etwa zehn Kilometer von Seidls Heimatort entfernt in Oberbayern ereignete, erreichten aufgrund ihrer überaus hohen Aktualität die anwesenden Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule sowie des Beruflichen Gymnasiums auf besondere Weise.

Dazu bezog der Autor das junge, multikulturelle Publikum aktiv in seine Lesungen ein und äußerte sich anschließend sehr positiv über die „emotionale Intelligenz, die sich in den Beiträgen der Schülerinnen und Schüler widergespiegelt habe“. Mittels der Verknüpfungen unterschiedlicher Romanpassagen mit Ereignissen und Phänomenen der realen Welt sensibilisierte er die Anwesenden dahingehend, historische Hinter-gründe als Interpretationsgrundlage wahrzunehmen, zu nutzen und gesellschaftliches Handeln kritisch zu hinterfragen. Damit kann die Veranstaltung als gelungener kultureller Beitrag im Sinne des Leitbildes der Eduard-Stieler-Schule „Erkenntnisse gewinnen, Selbstständigkeit entwickeln, Sozialverantwortung übernehmen“ gesehen werden.

Ermöglicht haben die Veranstaltung der Friedrich-Bödecker-Kreis e.V. sowie der DGB, der durch die Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend Südosthessen Kathrin Harth vertreten wurde. +++ bi

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