Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland steigt auf 1,82 Millionen

Baxter-Werk in Halle könnte ab Februar Biontech-Impfstoff abfüllen

Am Tag 33 nach Beginn der europaweiten Corona-Impfkampagne ist die Zahl der erstmals verabreichten Dosen in Deutschland auf 1.821.614 angestiegen. Das zeigen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Bundesländer, die teilweise voneinander abweichen. Gegenüber den am Donnerstag im Laufe des Tages bekannt gewordenen 1.776.127 erstmaligen Verimpfungen stieg die Zahl der Impflinge um 45.487 an.

Die bundesweite Impfquote (ohne Zweitimpfungen) liegt damit bei 2,20 Prozent der Bevölkerung. In den letzten sieben Tagen wurden täglich durchschnittlich 46.000 Menschen erstmalig gegen das Coronavirus geimpft. Wenn es in dem Tempo weiterginge und auch die aktuelle Zahl der täglichen Neuinfektionen gleichbliebe, hätten jetzt erst im Oktober 2022 etwa 60 Prozent der Bevölkerung einen Impfschutz – oder die Infektion durchgemacht. Das Gesundheitsministerium hofft jedoch, dass die Zahl der täglichen Impfungen steigt. Zuletzt kam es durch Lieferengpässe aber zu einem Rückgang der täglichen Erstimpfungen, auch der eigentlich erfreuliche Rückgang der Neuinfektionszahlen verschiebt den Termin für eine mögliche „Herdenimmunität“ immer weiter nach hinten.

Dreyer verlangt „nationalen Impfplan“

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Bund und Länder dazu aufgerufen, bei dem angekündigten Impfgipfel am Montag einen „nationalen Impfplan“ aufzustellen. Dieser müsse „verlässlich bis Ende September jedem Impfwilligen eine Impfung“ ermöglichen, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Bisher seien die Impfzentren „im Leerlauf“, weil nicht genügend Impfstoff vorhanden sei, so die Ministerpräsidentin. Dreyer lobte den Impfstoff-Gipfel als richtiges Signal an die Menschen, die sehnlich auf ihre Impfung warteten. Teilnehmen sollten neben Pharmaherstellern auch Vertreter der EU-Kommission.

Baxter-Werk in Halle könnte ab Februar Biontech-Impfstoff abfüllen

Im westfälischen Halle-Künsebeck könnte bereits kommende Woche die Abfüllung des mRNA-Impfstoffs von Biontech und Pfizer gegen Covid-19 beginnen. Das schreibt der „Spiegel“. Das Werk gehört zum US-Pharmakonzern Baxter, der dort unter anderem Krebsmedikamente herstellt. Bereits im Sommer 2020 zeichnete sich ab, dass die Anlage auch bei der Impfstoffproduktion helfen soll. Binnen anderthalb Tagen sollen laut Produktionsplan 166.600 Vials genannte Fläschchen die Fabrik verlassen, schreibt der „Spiegel“. Vorausgesetzt, es wird genügend Wirkstoff angeliefert. In Halle geschähe dann ein wichtiger Schritt der Herstellung: die sterile Abfüllung. Laut des Berichts wurden Kühlanlagen installiert, seit Dezember werden Probeläufe gefahren. Starten soll die Produktion laut internem Plan am 5. Februar. Baxter wollte zur Produktion und deren Verbleib keine Stellung nehmen. Biontech spricht von einem Testlauf zur Prozessvalidierung. +++

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