Wiebke Knell (FDP) besuchte Sägewerk Hartmann in Eiterfeld

Landesregierung muss Sorgen ernst nehmen

Uwe Hartmann, Wiebke Knell, Mario Klotzsche. (v.l.) Foto: privat

Wiebke Knell, Landtagsabgeordnete der Freien Demokraten und Sprecherin für den Ländlichen Raum, Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz besuchte auf Einladung von Uwe Hartmann das Sägewerk der Hartmann GmbH in Eiterfeld. Von Seiten der holzverarbeitenden Wirtschaft war außerdem Julia Möbus, Geschäftsführerin des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. (DeSH), aus Berlin gekommen.

Wiebke Knell erklärte dazu: „Die Klimadebatte wird in Berlin und Wiesbaden intensiv geführt, leider nicht immer mit dem nötigen Sachverstand. Dem Wald und der Holzwirtschaft kommt eine zentrale Bedeutung zu, denn mit heimischem Holz können wir nicht nur unsere Versorgung in Krisen- und Kriegszeiten sicherstellen, die Nutzung von Holz ist auch ein elementarer Bestandteil einer klugen Klimastrategie. Wenn in der Bauwirtschaft, im Möbelbereich oder beim Kinderspielzeug CO2-intensive Kunststoffe, Beton oder Stahl durch Holz ersetzt werden kann, dann sollten wir das tun, um CO2 zu sparen und regionale Wertschöpfung zu unterstützen. An der Holzverarbeitung hängt besonders in den ländlichen Regionen wie der Rhön sehr viel dran. Es geht um Sägewerke, aber auch um Schreiner, Küchenbauer, den Holzhandel, das Baugewerbe oder die Papierhersteller. Das alles sind Branchen, die in der Region stark vertreten sind.“

Uwe Hartmann sorgt sich um die weitere Versorgung mit Laubholz. „Mit der Verarbeitung heimischen Laubholzes blickt unser seit 130 Jahren bestehender Familienbetrieb auf eine lange Tradition zurück. Sorgenvoll schauen wir aber in die Zukunft. Dabei lassen sich mit dem Rohstoff weitreichende Potenziale erschließen, unsere Wirtschaft und Gesellschaft auf erneuerbare Ressourcen umzustellen“, erklärt Uwe Hartmann beim Rundgang über das Betriebsgelände. „Mit Holz vermeiden wir fossile Rohstoffe in unterschiedlichsten Bereichen und sparen nicht nur Emissionen, sondern machen aus den Produkten aktive CO2-Speicher.“

In dem Sägewerk werden neben Buchen und Eichen auch seltenere Sortimente wie Esche und Ahorn eingeschnitten. Dabei bezieht das Unternehmen den benötigten Rohstoff direkt aus der Umgebung. Eigentlich bietet der Standort in der Rhön ideale Bedingungen: „Laubholz ist in den hiesigen Wäldern verfügbar, jedoch stehen wir, wie auch andere Laubholzsägewerke, vor akuten Versorgungsproblemen. Die Landespolitik forciert großflächige Nutzungseinschränkungen in Laubwaldbeständen, zum anderen werden große Mengen unverarbeiteten Stammholzes direkt aus dem Wald nach Übersee exportiert.“

Knell fordert beim Thema Flächenstilllegungen ein umdenken. „Wir sprechen über Zeitenwende, aber in der Land-und Forstpolitik ist das notwendige Umdenken noch nicht angekommen. Es werden Ressourcen vergeudet, die wir dringend benötigen. Wir werden uns in Wiesbaden dafür einsetzen, dass die Potentiale unserer heimischen Land- und Forstwirtschaft auch wirklich genutzt werden, statt mit immer neuen Erlassen die Lage noch schwieriger zu machen.“

Mario Klotzsche, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten erklärt abschließend: „Im Landkreis Fulda spielt die Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Wir wollen, dass das auch in Zukunft noch möglich ist. Besonders in den Großstädten fehlt vielen Leuten das Wissen, wie Landwirtschaft und Naturpflege funktionieren. Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ist für Waldbesitzer und Landwirte selbstverständlich, weil sie schon immer in Generationen denken. Ich danke Frau Knell, dass sie im Landtag die Stimme des ländlichen Raums ist und unsere heimische Laubholzwirtschaft unterstützen wird.“ +++ pm

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2022, 05:22 Uhr
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