Wassersparen wegen Hitze: RhönEnergie und Vogelsbergkreis reagieren auf angespannte Lage

Wasserschlauch

Die anhaltende Hitze und ausbleibende Niederschläge sorgen in der Region für eine angespannte Wassersituation. Während die RhönEnergie Gruppe angesichts eines seit einer Woche anhaltenden Rekordverbrauchs an Trinkwasser zum sparsamen Umgang mit Wasser aufruft, hat der Vogelsbergkreis mit sofortiger Wirkung die Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen und Seen untersagt.

Seit Beginn der heißen Witterungsphase Ende vergangener Woche liefert die RhönEnergie Gruppe nach eigenen Angaben Rekordmengen an Trinkwasser an Haushalte und Unternehmen. Das Unternehmen beobachtet die Verbräuche sowie die verfügbaren Reserven nach eigenen Angaben kontinuierlich und sehr aufmerksam. Bereits jetzt würden Maßnahmen ergriffen, um die Wasserversorgung langfristig zu sichern und unnötige Verbräuche zu reduzieren. Dazu gehörten unter anderem Einschränkungen bei besonders wasserintensiven Nutzungen sowie weitere Maßnahmen zur Entlastung der Trinkwasserversorgung.

In ihrem Aufruf bittet die RhönEnergie alle Bürgerinnen und Bürger aufgrund der anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius und der aktuellen Wetterprognosen, bewusst und sparsam mit Wasser umzugehen. Die anhaltende Trockenheit und die hohe Belastung der Wasserversorgung könnten die verfügbaren Ressourcen in den kommenden Tagen und Wochen zunehmend beanspruchen. Durch freiwilliges Wassersparen könne jede und jeder dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu erhalten und mögliche Einschränkungen zu vermeiden.

Das Unternehmen empfiehlt insbesondere, die Gartenbewässerung auf das notwendige Maß zu beschränken und nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu gießen. Rasenflächen sollten möglichst nicht gesprengt, Pools nur bei Bedarf befüllt sowie Duschen dem Baden vorgezogen werden. Außerdem sollte beim Zähneputzen oder Einseifen das Wasser abgestellt, Freibäder statt privater Pools genutzt, Wasser im Haushalt insgesamt sparsam verwendet und – wo möglich – Regenwasser genutzt werden. Sollte sich die Versorgungslage weiter verschärfen, könnten zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden. Zunächst setze das Unternehmen jedoch auf die Mithilfe und Eigenverantwortung der Bevölkerung. Jeder eingesparte Liter helfe dabei, die Trinkwasserressourcen zu schützen und die Versorgung auch während längerer Hitze- und Trockenperioden sicherzustellen. Die RhönEnergie Gruppe versorgt in der Stadt Fulda sowie in den Gemeinden Eichenzell und Ebersburg insgesamt 88.000 Menschen mit Wasser.

Auch der Vogelsbergkreis reagiert auf die anhaltende Trockenheit. Wegen zu niedriger Wasserstände gilt ab sofort ein Verbot zur Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen und Seen. „Es hat zwar geregnet, aber die Niederschlagsmenge reicht nicht aus, sodass wir derzeit niedrige Wasserstände in unseren Gewässern haben, eine Änderung der Situation ist im Moment nicht in Sicht“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Patrick Krug. Vor allem die Oberläufe der Bäche führten deutlich zu wenig Wasser. Deshalb müsse – wie bereits in den Vorjahren – erneut ein Entnahmeverbot ausgesprochen werden, um die Gewässer zu schützen.

Von dem Verbot betroffen ist unter anderem die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern durch Privatpersonen zur Gartenbewässerung oder zur Bewässerung von Wiesen und Feldern. Wie die Untere Wasserbehörde mitteilt, stellen Verstöße gegen das Wassergesetz und die Allgemeinverfügung Ordnungswidrigkeiten dar und können mit einem Bußgeld geahndet werden.

„Die Niederschläge reichen nicht mehr aus, um das offensichtliche Defizit etwa in den Quellgebieten im Vogelsbergkreis auszugleichen“, erklärt Krug. Es sei notwendig, die Gewässer vor weiteren Störungen durch eine Verringerung der Wasserführung zu schützen. Ziel sei es, kritische Gewässerzustände zu vermeiden und die Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern vor Schäden zu bewahren. +++


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