Die VR Bank Fulda nutzt wirtschaftlich anspruchsvolle Zeiten für einen strategischen Schritt mit Signalwirkung. Auf der Vertreterversammlung im Gemeindezentrum Künzell stimmten die Mitglieder der geplanten Fusion mit der VR Bank Main Kinzig Büdingen einstimmig zu. Entstehen soll die neue VR RegionalBank – eine der größten Genossenschaftsbanken Hessens mit einer Bilanzsumme von rund 6,9 Milliarden Euro und 910 Mitarbeitenden.
Mehr als 250 Gäste waren der Einladung der Bank gefolgt. Neben den formalen Beschlüssen stand vor allem die Zukunftsstrategie des Instituts im Mittelpunkt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Burkard sprach von einem wichtigen Abend für die weitere Entwicklung des Hauses und zeigte sich mit Verlauf und Resonanz der Veranstaltung zufrieden.
Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 unterstreichen den wirtschaftlichen Kurs der Bank. Trotz steigender regulatorischer Anforderungen, geopolitischer Unsicherheiten und eines herausfordernden Marktumfelds konnte die Genossenschaftsbank ihre Position weiter ausbauen. Die Bilanzsumme stieg auf 2,635 Milliarden Euro nach 2,566 Milliarden Euro im Vorjahr. Das betreute Kundenvolumen erhöhte sich von 5,099 Milliarden auf 5,467 Milliarden Euro. Auch bei den Kundeneinlagen und Kundenkrediten verzeichnete die Bank Wachstum.
Vorstand Thomas Sälzer sieht darin die Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. Verlässlichkeit und nachhaltiges Wachstum gehörten zur DNA des Instituts, erklärte er vor den Vertreterinnen und Vertretern. Gleichzeitig verwies er auf die Bedeutung des Aufsichtsrats und der Mitarbeitenden für die stabile Entwicklung der vergangenen Jahre.
Die wirtschaftliche Stärke der Bank zeigt sich auch im regionalen Beitrag. Allein 2025 zahlte das Institut rund 2,7 Millionen Euro Gewerbesteuer. Darüber hinaus engagiert sich die Bank weiterhin stark im gesellschaftlichen Bereich. Über die Plattform „Partner der Region“ flossen im vergangenen Jahr insgesamt 338.000 Euro in Vereine und Initiativen. Davon kamen 118.000 Euro aus Privatspenden.
Vertriebsvorstand Sebastian Emmert betonte, gesellschaftliches Engagement sei ein zentraler Bestandteil des genossenschaftlichen Selbstverständnisses. Ziel sei es, Projekte sichtbar zu machen und die Attraktivität der Region langfristig zu stärken.
Parallel treibt die Bank ihre interne Transformation voran. Personalvorstand Torsten Hopf hob hervor, dass digitale Technologien zunehmend genutzt würden, um Prozesse effizienter zu gestalten und moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen. Veränderungsbereitschaft und Innovationskraft seien inzwischen feste Bestandteile der Unternehmenskultur.
Mit der geplanten Fusion verfolgt die Bank jedoch mehr als reines Größenwachstum. Die Verantwortlichen sehen darin vor allem eine strategische Antwort auf die zunehmenden Anforderungen im Bankenmarkt. Größere Einheiten ermöglichen höhere Investitionen in Digitalisierung, Regulatorik und Beratung, ohne die regionale Verankerung aufzugeben.
„Die Fusion wird die genossenschaftliche Idee in unserer Region weiter stärken“, erklärten Stefan Burkard sowie die Vorstände Thomas Sälzer, Torsten Hopf und Sebastian Emmert übereinstimmend. Die neue VR RegionalBank solle Zukunft aktiv gestalten und gleichzeitig die Nähe zu Mitgliedern, Kundinnen und Kunden sowie zur Region bewahren.
Neben der Zustimmung zur Fusion beschlossen die Vertreter auch die Verwendung des Jahresüberschusses, entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat und bestätigten mehrere Mitglieder in ihren Ämtern. Die Mitglieder der Bank erhalten für das Geschäftsjahr eine Dividende von vier Prozent. +++

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