Fulda baut Ladenetz massiv aus und liegt in Hessen jetzt auf Platz zwei

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Rechtzeitig vor dem Beginn des Hessentags haben die RhönEnergie und die Stadt Fulda ihre Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge deutlich erweitert. Mit 54 neuen Ladepunkten gehört Fulda inzwischen zu den Städten mit dem dichtesten Ladenetz in Hessen. Unter den zwölf größten Städten des Landes liegt die osthessische Stadt, gemessen an der Zahl der Einwohner pro Ladepunkt, nun auf Rang zwei hinter Rüsselsheim.

Am Pendlerparkplatz an der Ochsenwiese nahmen Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Stadtbaurat Daniel Schreiner sowie Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie, gemeinsam mit Florian Michaelis, Leiter des Bereichs Elektromobilität, und Projektleiter Björn Böhm vier neue Ladepunkte offiziell in Betrieb. Mit der Freischaltung gilt der geplante Ausbauabschnitt als abgeschlossen.

Für Martin Heun ist der Ausbau ein Signal weit über Fulda hinaus. Die neuen Standorte stünden für eine moderne und verlässliche Ladeinfrastruktur, die sich auch im überregionalen Vergleich sehen lassen könne. Die Entwicklung folgt einer steigenden Nachfrage nach Elektromobilität. Inzwischen sei bereits jedes vierte neu zugelassene Fahrzeug ein Elektroauto. Ziel sei es, dass die Infrastruktur mit dieser Entwicklung Schritt halte. Neben öffentlichen Standorten errichte die RhönEnergie deshalb auch Ladepunkte bei Unternehmen und in Privathaushalten.

Auch Oberbürgermeister Wingenfeld sieht den Ausbau als wichtigen Schritt vor dem Landesfest. Die zusätzlichen Ladepunkte seien eine gute Nachricht für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Elektroauto nach Fulda reisen. „Die RhönEnergie ist foll hessisch dabei“, sagte der Rathauschef mit Blick auf den Hessentag. Stadtbaurat Daniel Schreiner sprach von einem Gewinn für die gesamte Region und begrüßte die Investitionen des Unternehmens.

Die neuen Ladepunkte verteilen sich auf insgesamt 14 Standorte im gesamten Stadtgebiet. Acht Ladepunkte entstanden in der Schillerstraße in der Nähe des Klinikums. Je sechs weitere wurden in der Königstraße sowie in der Ronsbachstraße im Kohlhäuser Feld errichtet. Vier Ladepunkte gibt es nun unter anderem am Dompfarrzentrum, am Bahnhof, am Hedwigstift in Horas, auf dem Parkplatz Boyneburgstraße am Frauenberg, am Franzosenwäldchen sowie an der Ochsenwiese. Weitere Standorte befinden sich in der Weimarer Straße, am Parkplatz Erfurter Straße auf dem Aschenberg, am Bürgerhaus in Haimbach, am Bonifatiusplatz sowie in der Straße „An der Steingrube“ in Horas. Genutzt werden können die Stationen mit allen gängigen Ladekarten. Besonders günstige Konditionen bietet nach Angaben des Unternehmens die Ladekarte der RhönEnergie.

Mit insgesamt 421 Ladepunkten verfügt Fulda nun über eines der dichtesten Ladenetze Hessens. Rechnerisch kommen lediglich 169 Einwohner auf einen Ladepunkt. Nur Rüsselsheim liegt mit 69 Einwohnern pro Ladepunkt noch vor Fulda. Dahinter folgen Wiesbaden mit 231 Einwohnern pro Ladepunkt, Kassel mit 297, Wetzlar mit 305 und Frankfurt mit 342. In Gießen entfallen 352 Einwohner auf einen Ladepunkt, in Marburg 389 und in Hanau 408. Deutlich geringer ist die Dichte in Bad Homburg mit 497 Einwohnern pro Ladepunkt, in Darmstadt mit 553 und in Offenbach mit 800 Einwohnern pro Ladepunkt. Knapp zwei Drittel aller Ladepunkte im Fuldaer Stadtgebiet werden von der RhönEnergie betrieben. +++


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1 Kommentar

  1. Was leider fehlt sind Infos über die Kosten / kWh beim Adhoc-Laden, denn damit steht und fällt der Erfolg von eMobilität und Ladeinfrastruktur.

    Sehr schlechtes Beispiel:
    In Neuhof gibt es am neuen Lidl/Müller 2 Ladesäulen mit 4 Ladepunkten von der Rhön-Energie. Positiv, man kann man Karte Adhoc-Laden, negativ, Adhoc-Laden soll sage und schreibe 69 Cent / kWh kosten. Das ist modernes Raubrittertum und damit ist der Erfolg dieser Ladepunkte gegen NULL strebend. So wird das nichts, weder mit der RhönEnergie, noch mit der eMobilität.

    Adhoc-Laden muss exakt so, wie es sich auch mit dem Betanken eines Verbrenners verhält, unabhängig von Abos und Bindung an irgendwelche Gesellschaften sein. Ich möchte denjenigen sehen, der damit einverstanden wäre, dass er für Aral, Esso, Jet usw. jew. eine individuelle Tankkarte benötigt, um dort zum normalen Preis tanken zu können. Und, um dem Argument gleich vorweg zu greifen, das errichten von Tankstellen kostet ebenso Geld, wie auch das errichten von Ladepunkten.

    Der Vergleich, der gerne mit Mobilfunk gemacht wird, hängt meilenweit. Ladeautomaten sind nichts anderes als andere Automaten, an denen man für gutes Geld auch gute Dienstleistung erwarten kann zum Einheitspreis. Niemand würde auf die Idee kommen, ein Abo zu verlangen, damit die Cola am Getränkeautomat günstiger ist, als wenn man Adhoc sich eine Cola zieht.

    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln über die Blindheit der Rhönenergie.

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