US-Botschafter kritisiert 300-Millionen-Euro-Transfer in den Iran

Plan stößt im In- und Ausland auf heftige Kritik

Bargeld

Berlin. Eine geplante Bargeld-Lieferung über 300 Millionen Euro aus Deutschland in den Iran stößt im In- und Ausland auf heftige Kritik. Das berichtet “Bild”. US-Botschafter Richard Grenell forderte die Bundesregierung demnach auf, einzugreifen und den geplanten Bargeld-Transfer zu stoppen. “Wir sind sehr besorgt über die Berichte, dass das iranische Regime versucht, hunderte Millionen Euro in bar von einer deutschen Bank in den Iran zu bewegen”, sagte US-Botschafter Richard Grenell dem Blatt. “Wir ermutigen die deutsche Regierung auf höchster Ebene, zu intervenieren und dieses Vorhaben zu stoppen.”

Der Iran will sich ein Guthaben der staatlichen Europäisch-Iranischen Handelsbank in Höhe von 300 Millionen Euro in bar auszahlen lassen – und nach Teheran ausfliegen. Damit soll das Geld angesichts neuer US-Sanktionen offenbar vor einem drohenden Einfrieren von Konten gerettet werden. Die Bundesregierung bestätigte dazu am Montag einen entsprechenden Bericht der Zeitung. David Harris, Leiter des American Jewish Committee (New York) kritisierte: “Während der Iran das syrische Regime, die Hisbollah und die Hamas unterstützt und aufrüstet, Terroranschläge auf europäischem Boden vorbereitet und die Menschenrechte mit Füßen tritt, verhält sich Europa als wäre nichts gewesen”, sagte Harris dem Blatt. “Deutschland sollte daher verhindern, dass massenhaft Bargeld in den Iran abfließt. Die Politik muss jetzt aufwachen, damit es Morgen kein böses Erwachen gibt.”

Auch Abgeordnete der Opposition äußerten ihre Kritik an dem 300-Millionen-Transfer: Bijan Djir-Sarai, außenpolitischer Sprecher der FDP: “Es ist ein wunderbares Beispiel, dass die deutsche Außenpolitik weder Interessen geleitet noch Werte orientiert ist. Von diesem Geld wird nicht mal 1 Cent bei den Menschen im Iran ankommen.” Der Grünen-Abgeordnete Tobias Lindner: “Sollten der Bundesregierung Hinweise vorliegen, dass die Gelder der Terrorfinanzierung dienen, muss sie alle Möglichkeiten prüfen, um eine Ausfuhr zu verhindern.” +++

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1 Kommentar

  1. bargeldlieferung über 300 millionen an iran (deutsche bank )
    Normalerweise müsste sofoert das außenministerium eingreifen, um
    diese transaktion zu verhindern. Aber von diesem unerfahrenen
    und unaktiven außenminister heiko maas ist nichts dergleichen
    zu erwarten.Warum hat die SPD den erfahrenen früheren Außenminister
    Gabriel nicht weitermachen lassen. So gewinnt die SPD keine blumentöpfe.
    MfG Hubert Herpertz

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