Zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Évian-les-Bains haben US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine positive Bilanz der Beratungen gezogen. Trump bezeichnete das Treffen als einen der erfolgreichsten G7-Gipfel überhaupt und dankte Gastgeber Emmanuel Macron für die Organisation.
Nach den Worten des US-Präsidenten habe das Treffen zu einem entscheidenden Zeitpunkt stattgefunden. Besonders verwies Trump auf die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die nach seinen Angaben am Sonntag erreicht worden sei. Mit dem Abkommen habe man alles erreicht, was ursprünglich angestrebt worden sei, sogar darüber hinaus, erklärte er.
Trump sagte, die Vereinbarung öffne die Straße von Hormus wieder und garantiere, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erlangen oder entwickeln werde. Zudem erklärte er, dass die erste und zweite Führungsriege des iranischen Regimes nicht mehr vorhanden sei und sich das Land deshalb künftig anders verhalten werde. Berichte, wonach die USA im Rahmen des Abkommens Geld an den Iran zahlen müssten, wies Trump entschieden zurück. Die Vereinigten Staaten würden dem Iran weder Geld noch andere Leistungen zukommen lassen, betonte er.
Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich mit den Ergebnissen des Gipfels zufrieden. Als wichtige Erfolge nannte er die Verabschiedung von neun gemeinsamen Erklärungen. Diese befassen sich unter anderem mit dem Kampf gegen Krebs, der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, Ebola sowie dem Drogenschmuggel. Es sei historisch, innerhalb so kurzer Zeit derart konkrete Fortschritte erzielt zu haben, sagte Macron.
Nach seinen Angaben arbeiteten die Teilnehmer eng zusammen, um auf die zahlreichen internationalen Krisen zu reagieren. Zu diesem Zweck seien neben den G7-Staaten auch Länder wie Indien, Brasilien, Ägypten und Kenia sowie Vertreter internationaler Organisationen zu den Beratungen eingeladen worden.
Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erklärte Macron, die G7-Staaten hätten sich auf eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr sowie auf eine Ausweitung der Langstreckenkapazitäten verständigt. Darüber hinaus solle die Unterstützung beim Ausbau der ukrainischen Energieinfrastruktur verstärkt werden.
Macron kündigte außerdem an, dass die G7-Staaten ihre Lieferketten breiter aufstellen wollen. Ziel sei es unter anderem, die Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu verringern. Es sei besonders wichtig, dass alle G7-Staaten diese Entscheidungen einstimmig getragen hätten, erklärte der französische Präsident. Die Themen Straße von Hormus, Libanon sowie die nukleare und ballistische Bedrohung aus der Region stünden in engem Zusammenhang. +++
Das könnte Sie auch interessieren
Entdecke mehr von fuldainfo.de
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar