Streik bei Kaufland

Kaufland

Die Gewerkschaft Verdi hat in der Tarifrunde für den Handel am Donnerstag erneut tausende Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen. Schwerpunkt sind unter anderem Filialen des Handelskonzerns Kaufland, der zur Schwarz-Gruppe gehört.

„Dieter Schwarz ist mit Abstand der reichste Mensch in Deutschland, seine Beschäftigten haben sein Milliardenvermögen durch ihren Fleiß mit erarbeitet – aber ihr eigener Lohn reicht oftmals nicht bis zum Monatsende“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer, zuständig für den Handel. „Bei diesem Konzern wird das Missverhältnis zwischen hohen Gewinnen und niedrigen Löhnen besonders deutlich: Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb Kaufland seine Beschäftigten nicht mit fairen Entgeltsteigerungen am Erfolg beteiligt.“

Bestreikt werden unter anderem Kaufland-Logistikzentren, die hunderte Filialen beliefern. Los geht es am Donnerstagmorgen, nach Plänen von Verdi soll der Streik bis zu 48 Stunden andauern. Es könne zu Lieferengpässen und ausgedünnten Regalen in Kaufland-Filialen kommen, teilte die Gewerkschaft mit.

Bei den laufenden Tarifverhandlungen säßen Kaufland-Vertreter in Bayern, Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit an den Verhandlungstischen. „Damit hat Kaufland ein großes Gewicht in den Arbeitgeberkommissionen und ist für das bisherige inakzeptable Angebot der Arbeitgeber mit Nullmonaten und Reallohnverlusten mitverantwortlich“, sagte Zimmer. +++


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