
Einst war er Trainer der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, schloss sich dann dem VFC Plauen an, ehe er nach gut achtmonatiger Pause ein neues Betätigungsfeld gefunden hat. Gemeint ist Sedat Gören, der am Sonntagabend das Traineramt beim Fußball-Hessenligisten SC Hanau übernahm.
Was ihn dazu bewog, die Stelle beim Vorletzten und im Abstiegskampf der Hessenliga steckenden Vertretung aus Hanau anzunehmen? „Ich kenne die Jungs seit Langem“, sagt der 55-Jährige, „die Anfrage kam, wir haben uns zusammengesetzt und ich habe das Amt übernommen“. Gören, für seine Ambition bekannt, schiebt nach: „Ich will ihnen helfen, dass wir da rauskommen. Wir werden das professionell angehen.“ Schon am Dienstagabend leitet er sein erstes Training, tags darauf folgt die erste Aufgabe: das Spiel im Hanauer Kreispokal beim VfR Kesselstadt (19.30 Uhr).
Seit dem 8. Januar war Gören „außen vor“ – bis dahin war er fast ein Jahr beim sächsischen Oberligisten VFC Plauen tätig, wo noch heute die Ex-Barockstädter Matheus de Moura Beal und Eric Ganime sowie der ehemalige Hünfelder Amaar Hussain aktiv sind. Nicht weniger als acht Jahre engagierte sich Sedat Gören bei der SG Barockstadt. 2016 fing bei der Zweiten des TSV Lehnerz seine Fußball-Geschichte an in Fulda, zwei Jahre später übernahm er die SG Barockstadt, die sich zu dieser Zeit zusammenschloss.
Seine Erfolgsgeschichte war nicht übel: Er holte im Schnitt mehr als zwei Punkte. 2023 feierte er mit der SGB die Meisterschaft in der Hessenliga – und stieg in die Regionalliga auf. Den Höhepunkt erreichte seine Arbeit, als er mit dem Team vehement an die Tür zur 3. Liga klopfte. Ehe seine Ära in der Johannisau am 13. August 2024 endete – nach dem Heimspiel gegen Astoria Walldorf.
„Ich sehe gute Chancen, das Ziel mit dem SC Hanau zu erreichen. Die Mannschaft ist jung, aber noch unerfahren. Aber sie hat Potenzial und Qualität“, betont er. Gleich das erste Punktspiel hat es in sich: Die Reise führt am Sonntag zum CSC Kassel. Abschließender Vorteil für Sedat Gören: Weit sind Fahrt und Anreise nicht nach Hanau. Von seinem Wohnort Schlüchtern noch nicht mal 50 Kilometer. +++ rl

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