Eine heikle Aufgabe steht bevor: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell reist nach Dortmund

Mitfiebern ist angesagt, Mitleiden wohl ebenso. Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell steht am Montagabend eine durchaus heikle Aufgabe bevor mit dem Auftritt bei Borussia Dortmund. Dass der Vierte der Tabelle auf den Achten trifft, hat wenig zu sagen. Zugangsvoraussetzungen, Erwartungen und der Kampf um Punkte spielen indessen schon eine Rolle. Denn der Vergleich kommt dem eines frühen Schlüsselmomentes gleich, was den weiteren Saisonverlauf betrifft. Spielbeginn in der Brügmann-Halle ist um 18.30 Uhr.

Dortmunds Trainer Evgeny Fadeev sagte vor dieser Saison, sein Team strebe die ersten Vier an – also einen Platz, der zur Teilnahme an den Play-offs berechtigt. Dieser Zielsetzung kam sein Team bisher durchaus nach – mit 6:2 Punkten rangiert es auf Platz vier. Der Anfangs-Niederlage gegen das derzeit stabilste deutsche Team aus Saarbrücken folgten Siege in Bergneustadt, gegen Grünwettersbach und in Bad Homburg. Der gefühlten Vorahnung des BvB-Botschafters Timo Boll zum Ende der vergangenen Saison, Dortmund könne durchaus mal die Play-offs erreichen, scheinen Verein und Team beherzigen zu wollen.

Denn das Team ist in seiner Spitze breiter aufgestellt. Zum Dänen Anders Lind, den Fuldas Jona Groth bestens kennen wird, und zum Schweden und wiedererstarkten Kristian Karlsson ist der erfahrene Portugiese Joao Geraldo hinzugekommen. Und auch der aus Velbert nach Dortmund zurückgekehrte „Jungstar“ Wim Verdonshot. Der Ungar Adam Szudi und der Belgier Cedric Nuytinck scheinen bei dieser Besetzung um ihre Plätze kämpfen zu müssen.

Da auch der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in aufsteigender Verfassung ist – aber noch bei 2:6-Punkten steht -, ist ein spannendes Match zu erwarten in Dortmund. Den anfänglichen knappen 2:3-Niederlagen folgte mit dem 3:0-Heimsieg gegen Grenzau nicht nur ein glatter Erfolg – es war auch ein Beweis der Festigkeit und Stabilität des Teams. Dimitrij Ovtcharov ist seiner aktuellen Verfassung kaum zu schlagen in Deutschland. Er und Fanbo Meng bewiesen das vor wenigen Tagen auch bei internationalen Auftritten – Dima erreichte beim WTT-Star Contender in Astana die Runde der letzten Acht. Und auch Jona Groth stellte letzthin unter Beweis, dass er in der Lage ist, für das Team zu punkten.

So oder so, ein kleiner Schlüssel liegt unter der Platte in der Brügmann-Sporthalle. Und die Begegnungen in Dortmund sowie nach der Pause in der Hubtex Arena gegen das wieder zum Spitzenteam aufgestiegene Ochsenhausen könnten aus Sicht des Teams aus Osthessen durchaus Signalwirkung auf den weiteren Saisonverlauf haben. Keine entscheidende Auswirkung. Aber eine bedeutende. +++ rl


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