Schützenverein Merlau erhält Zuschuss für moderne elektronische Schießanlage

Landrat Dr. Jens Mischak und Anke Koch, zuständig für die Sportförderung in der Vogelsberger Kreisverwaltung, überreichen Ulrich Fritzges den Bewilligungsbescheid. Foto: Sabine Galle-Schäfer

Der Schützenverein Merlau kann seine Schießsportanlage modernisieren und erhält dafür Unterstützung aus der Sportförderung des Vogelsbergkreises. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid übergab Landrat Dr. Jens Mischak an das langjährige Vorstandsmitglied Ulrich Fritzges. Anfang Juni hatte der Verein den Zuschuss für die Anschaffung einer zehn Meter langen elektronischen Schießanlage beantragt. Nun steht fest, dass der Vogelsbergkreis das Vorhaben mit 3325 Euro fördert.

„Die Sportförderung des Vogelsbergkreises macht richtig Tempo“, sagte Landrat Dr. Jens Mischak bei der Übergabe des Bescheids. Insgesamt investiert der Schützenverein Merlau mehr als 33.000 Euro in die neue Anlage. Aus Mitteln der Sportförderung übernimmt der Vogelsbergkreis zehn Prozent der Kosten. Bei der Übergabe war auch Anke Koch anwesend, die beim Vogelsbergkreis für die Sportförderung zuständig ist.

Der Schützenverein im Mücker Ortsteil Merlau zählt 160 Mitglieder. Rund 50 davon sind aktive Sportschützen, die in unterschiedlichen Disziplinen antreten. Dazu gehören Luftgewehr, Luftpistole, Sportgewehr, Sportpistole, Freie Pistole, Zimmerstutzen, Bogen, Armbrust, Blasrohrschießen und E-Dart. Trainiert und Wettkämpfe werden auf verschiedenen Distanzen sowie teilweise mit Auflage ausgetragen. Für den Nachwuchs wurden kürzlich Lichtgewehre angeschafft, damit auch die jüngsten Vereinsmitglieder erste Erfahrungen im Schießsport sammeln können.

Mit der Investition sollen die bisherigen Zugseilanlagen an den zehn Schießständen des vorhandenen Zehn-Meter-Schießstandes durch eine elektronische Schießanlage ersetzt werden. Wie Ulrich Fritzges im Gespräch mit Landrat Dr. Jens Mischak erläuterte, bietet die neue Technik zahlreiche Vorteile. Schützen erhalten unmittelbar nach jedem Schuss eine Rückmeldung in Echtzeit auf einem Monitor am Stand, anstatt auf das Zurückfahren der Schießkarte per Seilzug warten zu müssen. Darüber hinaus messen elektronische Anlagen die Treffer auf den hundertstel Millimeter genau, wodurch das bisherige Auswerten der Schießkarten entfällt. Zusätzlich wird nicht nur der einzelne Treffer angezeigt, sondern häufig auch der Schwerpunkt der Schussgruppe. Dadurch können Zielfehler oder eine falsche Haltung unmittelbar erkannt und korrigiert werden.

Auch im Wettkampfbetrieb erwartet sich der Verein deutliche Verbesserungen. Die Ergebnisse stehen unmittelbar nach dem Schießen fest, wodurch sich Wartezeiten bei Meisterschaften verkürzen. Zudem ermöglicht die neue Technik eine Live-Übertragung der Wettkämpfe. Die Schüsse können sowohl in den Aufenthaltsraum des Vereinsheims als auch ins Internet übertragen werden. Nach Einschätzung von Ulrich Fritzges steigert dies die Attraktivität des Schießsports für Zuschauer erheblich. +++


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