Parteien zollen Thorsten Schäfer-Gümbel Respekt

Schäfer-Gümbel soll Personalvorstand bei GIZ werden

Thorsten Schäfer-Gümbel

Thorsten Schäfer-Gümbel (TSG) wird Ende September seinen Posten als Fraktionschef im Wiesbadener Landtag niederlegen, ebenso sein Abgeordnetenmandat. Beim Landesparteitag im Herbst will er nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidieren und beim Bundesparteitag der SPD auch nicht für die Wiederwahl als Vize-Chef. TSG soll Personalvorstand bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) werden. Seinen Rückzug aus der Politik habe er direkt nach dem Debakel bei der Landtagswahl im Oktober beschlossen, so der 49-jährige am Dienstag.

CDU: Respekt und Anerkennung für die Entscheidungen von TSG

Zur Entscheidung von Thorsten Schäfer-Gümbel erklärten der Vorsitzende der CDU Hessen, Ministerpräsident Volker Bouffier, und der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Boddenberg:
„Als CDU Hessen zollen wir Thorsten Schäfer-Gümbel Respekt und Anerkennung für seine Entscheidungen. Es ist ihm nach zehn Jahren sicher nicht leicht gefallen, auf den Parteivorsitz und das Landtagsmandat zu verzichten. Thorsten Schäfer-Gümbel hat in einer schwierigen Zeit Verantwortung in der hessischen SPD übernommen und sie wieder zu neuer Geschlossenheit geführt. Auch wenn wir in den unterschiedlichsten Politikfeldern selten einer Meinung waren, so war und ist der SPD-Vorsitzende für uns immer ein Ansprechpartner, mit dem man Abseits von öffentlichen Auseinandersetzungen gemeinsame Entscheidungen treffen kann. So sind wir ihm und der hessischen SPD heute noch dankbar, dass sie gemeinsam mit uns in der Flüchtlingsfrage und den daraus folgenden gesellschaftlichen Herausforderungen an einem Strang gezogen haben. Wir wünschen Thorsten Schäfer-Gümbel für seinen weiteren beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.“

Rock: Schäfer-Gümbel wird fehlen

Der Vorsitzende der FDP Hessen, Dr. Stefan Ruppert, erklärte: „Persönlich bedauere ich die Entscheidung von Thorsten Schäfer-Gümbel sehr. Ich habe ihn in all den Jahren als einen sehr integreren und zuverlässigen Kollegen geschätzt. Mit ihm verliert die hessische Politik eine ihrer bekanntesten und profiliertesten Persönlichkeiten. Neben seiner sehr angenehmen, persönlichen Art sei an dieser Stelle auch sein besonderes, integratives Gespür im Umgang mit politischen Mitbewerbern erwähnt. Für seinen weiteren Weg wünsche ich ihm im Namen des Landesverbands der FDP Hessen alles Gute.“ Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, René Rock, erklärte: „Auch wenn wir in der Sache sicherlich nicht immer einer Meinung gewesen sind, waren die politischen Auseinandersetzungen mit ihm stets fair und respektvoll. Er wird dem hessischen Landtag als leidenschaftlicher Politiker sehr fehlen. Thorsten Schäfer-Gümbel war ein Politik-Profi, der stets wusste, wie wichtig Verlässlichkeit und Fairness in der Zusammenarbeit ist. Ich erinnere mich gerne an viele Gespräche mit ihm, die auch auf einer persönlichen Ebene immer äußerst angenehm waren. Wir hoffen, die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger im Landtag fortzusetzen.“

Grüne zollen TSG Respekt

„Wir zollen Thorsten Schäfer-Gümbel Respekt für seine langjährige Arbeit für Hessen und in der Bundespolitik. Oft geht es in politischen Debatten um die Unterschiede zwischen den Parteien. Allen Demokratinnen und Demokraten ist aber gemeinsam, dass sie mit viel Herzblut, Kraft und Ideen, um den besten Weg ringen. Nicht für sich, sondern für unser Gemeinwesen. Das gilt besonders für Spitzenpositionen wie sie Thorsten Schäfer-Gümbel ausübt. Für diesen Einsatz für die Demokratie und unser Land danken wir Thorsten Schäfer-Gümbel herzlich.“ „Auch die hessische SPD hat ihm viel zu verdanken. Er hat die Partei nach der gescheiterten Regierungsbildung 2008 mit viel Geschick und unermüdlichen Einsatz geeint und neu aufgebaut. Als Politiker zeichnet ihn aus, dass er die Werte der Sozialdemokratie immer authentisch und glaubwürdig vertreten hat. Auch persönlich waren ihm soziale Gerechtigkeit und faire Chancen ein wichtiges Anliegen.“ „Es liegt in der Natur der Sache, dass wir nicht immer einer Meinung waren. Das Ringen um unterschiedliche Meinungen und die besten Konzepte ist das Wesen der Demokratie. Wir haben Thorsten Schäfer-Gümbel aber auch in vehement geführten Debatten als sachlichen Gesprächspartner erlebt.“

Schäfer-Gümbel soll Personalvorstand bei GIZ werden

Schäfer-Gümbel soll neuer Personalvorstand bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) werden, berichtet die “Bild-Zeitung” unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Dieser Posten sei einer der bestbezahlten, den die Politik besetzen könne, heißt es weiter. Laut Koalitionsvertrag dürfe die SPD diesen Top-Posten besetzen. SPD-Chefin Andrea Nahles habe eigentlich damit den Ex-Staatssekretär Matthias Machnig versorgen wollen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf eigene Informationen. Doch die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat seien Sturm gelaufen gegen den Vertrauten von Ex-SPD Chef Sigmar Gabriel. Nach wochenlangem Streit habe Machnig seine Bewerbung als Arbeitsdirektor zurückgezogen. In den vergangenen Tagen hätten sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat auf Schäfer-Gümbel als Personalvorstand geeinigt, berichtet das Blatt weiter. Seine Wahl bei der nächsten Aufsichtsratssitzung gelte als Formsache. +++

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2 Kommentare

  1. Prinzipiell hat jeder, der so eine belastende Politiker-Tätigkeit durchhält, eine gewisse Mindest-Anerkennung verdient. Darüber hinaus aber machte dieser nicht ohne Grund mehrfach erfolglose Mann nie einen besonders kompetenten, sondern miesepetrigen, besserwisserischen Eindruck und war ein rot-radikaler Karrierist (ganz früh “Schüler gegen Wallmann”, also gegen die alte gute deutsche Schule mit Niveau, später die anrüchige Gruß-Botschaft an den kommun. Diktator Chavez von Venezuela) ohne jedes Charisma und Sympathisches. Aber auch ein ebenso seicht-trockener Eichel hatte es ja mal geschafft unter günstigen Bedingungen ab 1991, weil CDU-Wallmann zu autoritär und knauserig den Erfolg von 1987 verspielte. Und nur ein paar Stimmen anders und es hätte vielleicht doch im Oktober 2018 für TSG gereicht, da spielen viele Zufälle, Schicksalsmomente mit in der großen Politik!!

  2. Für rund 200.000 Euro Jahresgehalt kann man getrost von einem aussichtslosen SPD-Mandat in Hessen auf einen politischen Versorgungsposten wechseln. Ich gönne es ihm, er hat sich in den letzten Jahren für die SPD ganz schön abgestrampelt!

Demokratie braucht Teilhabe!