Maler- und Lackierer freigesprochen

Stets den Mut zur Veränderung beweisen

Humorvoll und gleichermaßen nachdenklich formulierte der stellvertretende Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Fulda-Hünfeld seine Glückwünsche anlässlich der Freisprechungsfeier 2021. „Immer geht es um die Zeit: Es heißt, ‚keine Zeit haben‘ oder ‚kommt Zeit, kommt Rat‘, ‚Zeit ist Geld‘ und ebenso ‚die Zeit verfliegt‘.“ Gemeint sei bei allen Redenswendungen, so führte Thorsten Lins aus, dass die Zeit ein kostbares Gut sei. „Und wenn wir in diesem Bild bleiben und wissen, dass die Zeit sprichwörtlich ‚verfliegt“, dann seid Ihr ab sofort Eure eigenen Piloten, verantwortlich für Euer persönliches Weiterkommen. Eines ist gewiss: Eure Zeit ist jetzt gekommen, Ihr könnt durchstarten, denn wir leben glücklicherweise in einem Land mit Frieden und Wohlstand.“

Wenngleich in berechtigter Weise zuerst einmal mit Hochgefühl die bestandene Prüfung gefeiert werde, dürften die Gesellinnen und Gesellen niemals stehenbleiben, sondern sollten ihr Können und Wissen stetig den Anforderungen des Marktes anpassen. „Bisher habt Ihr Eure beruflichen Uhren noch nicht gestellt, überlegt gut, worauf Ihr zusteuern wollt. Es gibt vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten, auch ein Aufenthalt im Ausland bringt immer neue Erkenntnisse mit sich. Diesen Überlegungen in Ruhe nachzugehen, ist wichtig – so viel Zeit muss sein.“ Gerade die junge Generation suche stets nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen privaten Freiheiten und beruflichem Engagement. „Dennoch denkt daran, Eure Zeit ist reif, Ihr könnt sie pflücken und das Beste daraus machen.“ Grüße überbrachte ebenfalls die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Fulda, Gabriele Leipold: „Sie haben viele Monate auf Vieles verzichten müssen und gerade vor dem Hintergrund der Pandemie ist Ihre Ausbildung anders verlaufen als Sie es sich vorgestellt haben und daher ein besonderes Lob für Ihr Durchhaltevermögen und Ihre Disziplin.“

Jetzt beginne ein neuer Lebens- und Berufsabschnitt, ein freies und selbstbestimmtes Leben. „Ganz zu Recht heisst es: ‚Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan‘. Denn das Handwerk sorgt dafür, dass unser alltägliches Leben funktioniert. Seien Sie stolz darauf, dass Sie ein Handwerker sind. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Sie jetzt haben. Noch nie waren die beruflichen Chancen so gut wie heute.“ Weiterbildung im Handwerk werde auf vielerlei Weise gefördert.

Herzliche Glückwünsche überbrachte der Prüfungsvorsitzende der Ferdinand-Braun-Schule, Gregor Botzet: „Als Gesellinnen und Gesellen versteht Ihr jetzt, um was es geht.“ Botzet ließ die zurückliegenden drei Jahre auch anhand einer Präsentation Revue passieren. „Ihr habt jetzt das Fundament für Euer weiteres Leben gelegt und die Hürde Corona gemeistert.“ Teamarbeit stehe auch weiterhin im Fokus, auch klassische Tugenden wie Zuverlässigkeit, Rücksichtnahme und Respekt seien gerade in kleineren und mittleren Betrieben sehr wichtig. „Diese Eigenschaften sind nicht uncool. Als Gesellinnen und Gesellen steht Ihr jetzt auf der anderen Seite, gebt diese Verhaltensregeln an Eure Azubis weiter.“ Mit der Freisprechung sei die Grundausbildung absolviert, jetzt heiße es, sich fortzubilden. „Habt stets den Mut zur Veränderung. Wir Fachlehrer begleiten euch gerne dabei, den persönlichen Karriereweg zu finden.“
Freigesprochen wurden insgesamt 17 Maler und Lackierer, als Jahrgangsbester wurde Haedar Alajily (Maler Maindok GmbH) ausgezeichnet. Ebenfalls freigesprochen wurden vier Fahrzeuglackierer, Glückwünsche als Jahrgangsbester erhielt Konrad Pawelec (Deisenroth & Söhne GmbH & Co.KG.). +++ pm

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