Lila Friedhofsbänke als Dankeschön an die Stadt

Geschenk der Treuhandstelle für die Dauergrabpflege Hessen-Thüringen

Fulda. Wenn jemand Geburtstag hat, dann bekommt er gewöhnlich Geschenke. Doch die Treuhandstelle für die Dauergrabpflege Hessen-Thüringen, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, hat den Spieß einfach herumgedreht: Aus Anlass ihres Jubiläums macht sie selbst Geschenke – als Dank für die gute Zusammenarbeit mit ihren Vertragspartnern und den beteiligten Kommunen. Und so hat heute Vormittag die Stadt Fulda drei Parkbänke sowie mehr als hundert Friedhofs-Gießkannen geschenkt bekommen – alles in Lila, der Farbe der Treuhandstelle.

„Wir möchten den Besuchern die Gelegenheit zum Verweilen, zum Wahrnehmen der Natur und zur Erholung bieten. Gleichzeitig wollen wir mit der Bank der Friedhofsverwaltung für die lange und gute Zusammenarbeit danken“, sagte Sabrina Eggert, Prokuristin der Treuhandstelle, bei der symbolischen Übergabe an den für das Friedhofswesen der Stadt Fulda zuständigen Dezernenten, Stadtbaurat Daniel Schreiner am Fuldaer Zentralfriedhof. Eggerts Dank galt auch den Partnerbetrieben im Raum Fulda, den Gärtnereien Neuhann, Lechtenböhmer und Atzert. Gleichzeitig gab Eggert einen Überblick über die Geschichte der Treuhandstelle, die 1967 aus dem hessischen Verband der Friedhofsgärtner heraus entstanden ist und treuhänderisch Geld verwaltet, das Menschen für die langfristige Pflege der Gräber ihrer Angehörigen investiert haben (siehe „Hintergrund“). Was im Jahr 1967 mit zwei Verträgen für Dauergrabpflege begann, ist bis heute auf über 32.000 abgeschlossene Verträge mit einer Summe von über 116 Millionen Euro angewachsen. Die Gelder lege die Treuhandstelle so an, dass künftige Kostensteigerungen abgefedert werden könnten und die Kunden keine Nachzahlungen leisten müssten, betonte Eggert. Und auch von kuriosen Fällen wusste sie zu berichten: so von jener Dame, die sich die gewünschte Weltraumbestattung ihrer Urne per Nasa-Rakete über die Treuhandstelle absichern ließ.

Stadtbaurat Schreiner dankte für die lila Bänke und Gießkannen, die nun am Zentralfriedhof sowie am Friedhof Frauenberg ihren Platz finden sollen. „Friedhöfe sind so bunt wie das Leben“, sagte er, von daher habe die Stadt Fulda auch kein Problem mit der Farbigkeit der Bänke und Gießkannen. Eine der drei Bänke könnte übrigens ihren endgültigen Platz an einem besonderen Ort im Zentralfriedhof erhalten: In Kooperation mit der Treuhandstelle könnte in einem Teilbereich ein sogenannter „Memoriam-Garten“ entstehen. Dort fügen sich einzelne Grabstätten zu einer großen gepflegten Parkanlage zusammen, die für die Besucher zum Raum der Ruhe und der Begegnung wird und zentral durch professionelle Gärtnereibetriebe gepflegt wird.

Hintergrund: Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH mit Sitz in Frankfurt entstand im Jahre 1967 als berufsständische Vereinigung der hessischen Friedhofsgärtner. In den frühen 1990er Jahren kamen dann auch die thüringischen Friedhofsgärtner hinzu. Zweck der Treuhandstelle ist die treuhänderische Verwaltung der anvertrauten Gelder für die persönliche Vorsorge und Sicherstellung der im Treuhandvertrag vereinbarten Leistungen. Treuhandverträge kann man für alle Leistungen von der Bestattung über den Graberwerb, die Grabgestaltung und Dauergrabpflege bis hin zum Abräumen der Grabstätte abschließen. Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH arbeitet mit über 500 angeschlossenen Vertragsbetrieben, die auf mehr als 1700 Friedhöfen in Hessen und Thüringen das Treuhandleistungsversprechen anbieten. Dazu zählen Bestattungsunternehmen, Friedhofsgärtnereien, Friedhofsverwaltungen und Steinmetzbetriebe.