Konsumklima im November: Verbraucherstimmung stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

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Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich zuletzt auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Mittwochmorgen mitteilten, liegt der Konsumklimaindex für November bei -30,8 Punkten. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies einen leichten Rückgang um 0,2 Zähler. Damit verharrt die Stimmung der Konsumenten weiterhin deutlich unter dem Vorjahreswert, als der Barometerstand noch bei -22,5 Punkten gelegen hatte.

Bei den einzelnen Teilindikatoren zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während die Konjunkturerwartungen bereits zum sechsten Mal in Folge zulegen konnten und die Sparneigung moderat sank, schwächte sich die Anschaffungsneigung erneut leicht ab. Auch die Einkommenserwartungen trübten sich abermals etwas ein. Nachdem sie im Vormonat eingebrochen waren, gaben sie diesmal trotz der gestiegenen Teuerungsrate nur geringfügig nach. Der entsprechende Indikator verlor 0,7 Punkte und ging auf -15,7 Zähler zurück. Während im Mai dieses Jahres mit der damaligen Einführung des Tankrabatts etwa die Hälfte des vorangegangenen Einbruchs vom April wieder aufgeholt werden konnte, blieb eine vergleichbare Erholungsbewegung diesmal aus. Trotz des erneut eingeführten Tankrabatts zeichnet sich bei den Einkommensaussichten nach dem deutlichen Vormonatsrückgang bislang lediglich eine Stabilisierung ab.

Die Sparneigung, die im vergangenen Monat noch kräftig zugelegt hatte, stieg unterdessen nicht weiter an, sondern ging um 4,3 Zähler auf ein Niveau von 17,2 Punkten zurück. Sie verharrt damit zwar weiterhin auf einem hohen Niveau, federt das Konsumklima durch ihren leichten Rückgang jedoch etwas ab. Die Anschaffungsneigung kann von dieser Entwicklung bisher allerdings nicht profitieren. Sie trübte sich leicht ein, verlor etwas über einen Punkt und weist nun 11,9 Zähler auf. Für diese Zurückhaltung dürften auch die Preiserwartungen eine maßgebliche Rolle spielen: Der Preisindikator legte zu und liegt im positiven Bereich, was verdeutlicht, dass die Verbraucher wieder mit einer etwas höheren Inflation rechnen. Zuletzt war die Teuerungsrate im September, getrieben durch höhere Kraftstoffpreise, auf 3,3 Prozent geklettert – dies war der höchste gemessene Wert seit Dezember 2023.

Im Gegensatz zur Konsumlaune hellen sich die Konjunkturerwartungen zum sechsten Mal hintereinander auf. Mit einem Stand von 2,1 Punkten liegt der Indikator zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Irankriegs wieder über der Nulllinie. Dies signalisiert, dass die Verbraucher die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zunehmend optimistischer einschätzen.

Das Auseinanderdriften der Werte fasste Rolf Bürkl vom NIM zusammen: „Die Verbraucher blicken zwar zunehmend optimistischer auf die wirtschaftliche Entwicklung, doch beim Blick in den eigenen Geldbeutel überwiegt weiterhin die Skepsis.“ Wachsende Inflationssorgen und die verhaltenen Einkommensaussichten bremsten die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen weiterhin aus, auch wenn die Sparneigung etwas nachgelassen habe. Auch die preisdämpfenden Schritte an den Zapfsäulen brächten bisher keinen spürbaren Umschwung: „Auch der Tankrabatt sorgt offenbar nicht für die erhoffte Erleichterung. Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung ist da, aber die Bereitschaft, mehr Geld auszugeben, zieht bislang noch nicht mit.“ +++


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