Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Standort Klinik am Hainberg erweitert ihr Angebot und eröffnet zum 1. Juli 2026 eine Psychosomatische Institutsambulanz (PSIA). Unter der Leitung von Chefärztin Dr. Kathrin Zittlau entsteht damit ein neues ambulantes Behandlungsangebot für Menschen mit komplexen psychosomatischen Erkrankungen. Die Ambulanz soll eine Lücke schließen, die bislang zwischen der klassischen ambulanten Versorgung und einem stationären Aufenthalt bestand.
Die PSIA richtet sich an Patientinnen und Patienten, bei denen psychische und körperliche Erkrankungen eng miteinander verbunden sind. Dazu zählen unter anderem Depressionen, Angststörungen, Trauma-Folgestörungen, Krankheitsverarbeitungsstörungen sowie chronische Schmerz- und somatoforme Beschwerden. Ziel ist es, Menschen mit einem erhöhten Behandlungsbedarf intensiver zu begleiten, ohne dass eine vollstationäre Aufnahme notwendig wird.
Das Behandlungskonzept basiert auf einem multimodalen Ansatz. Ärztliche und psychotherapeutische Betreuung werden mit Gesprächs- und kreativtherapeutischen Gruppenangeboten sowie Einzeltherapien kombiniert. Die alltagsbegleitende Behandlung soll gesundheitsförderliche Verhaltensweisen stärken und den Betroffenen helfen, ihre Erkrankung besser zu bewältigen. Im Mittelpunkt steht eine individuelle Therapieplanung durch ein multiprofessionelles Team unter fachärztlicher Leitung. Die Wechselwirkungen zwischen seelischen und körperlichen Faktoren sollen dabei ganzheitlich berücksichtigt werden, um die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.
Zugleich übernimmt die neue Institutsambulanz eine wichtige Funktion im regionalen Versorgungssystem. Sie dient als Schnittstelle zwischen ambulanter Behandlung sowie stationären und teilstationären Angeboten. Besonders in Übergangsphasen, etwa nach einem Klinikaufenthalt oder wenn eine rein ambulante Therapie nicht ausreicht, soll sie für mehr Kontinuität sorgen. Stationäre Aufenthalte könnten dadurch vermieden oder verkürzt und Rückfälle reduziert werden.
Geschäftsführer Sebastian Mock bezeichnet die neue Einrichtung als ein dringend benötigtes Angebot für die Region. „Mit der neuen Psychosomatischen Institutsambulanz schaffen wir ein modernes und dringend benötigtes Versorgungsangebot für unsere Region. Wir schließen eine wichtige Lücke zwischen ambulanter und stationärer Behandlung und bieten unseren Patientinnen und Patienten eine individuell abgestimmte, ganzheitliche Therapie auf hohem medizinischem Niveau. Wichtig ist dabei auch, dass der Standort, mit dem durch die PSIA ergänzten Versorgungsangebot weiter an Attraktivität für Fachkräfte gewinnt“, erklärt er.
Auch Chefärztin Dr. Kathrin Zittlau hebt die Möglichkeiten hervor, die mit dem neuen Angebot verbunden sind. „Die psychosomatische Institutsambulanz ermöglicht es uns, Patientinnen und Patienten mit komplexen Krankheitsbildern deutlich intensiver und gleichzeitig alltagsnah zu begleiten. Unser Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit der Betroffenen zu stärken, Krankheitsverläufe zu stabilisieren und langfristige Perspektiven für Gesundheit und Lebensqualität zu schaffen“, sagt sie.
Für die Ärztliche Direktorin der Klinik am Hainberg, Andrea Budde, ist die PSIA-Teil einer umfassenden Weiterentwicklung des Standorts. „Mit der Kombination aus psychosomatischer Rehabilitation, Akutpsychosomatik und der neuen Institutsambulanz entwickeln wir ein eng verzahntes, integriertes Versorgungskonzept. Dieses ermöglicht es uns, Patientinnen und Patienten über alle Behandlungsphasen hinweg individuell zu begleiten – von der akuten Krise über die Stabilisierung bis hin zur nachhaltigen Reintegration in den Alltag. Damit schaffen wir zukunftsfähige Strukturen für eine moderne psychosomatische Medizin.“
Mit der Eröffnung der Psychosomatischen Institutsambulanz stärkt die Klinik am Hainberg ihre Rolle als Kompetenzzentrum für psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Das neue Angebot reagiert auf einen wachsenden Bedarf und erweitert die bestehenden stationären und teilstationären Strukturen um eine intensive, zugleich alltagsnahe Form der Behandlung. +++
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