Lausanne. Das Internationale Olympische Komitee ist offen für den Start nachweislich sauberer russischer Leichtathleten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Bedingung dafür sei, das der internationale Leichtathletikverband IAAF den Sportlern eine spezielle Freigabe erteile, teilte IOC-Chef Thomas Bach am Dienstag mit. Die Athleten müssten außerhalb des Anti-Doping-Systems ihres Landes getestet worden sein oder werden.
Der internationale Leichtathletikverband IAAF hatte am Freitag erklärt, dass das Team der russischen Leichtathleten für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro gesperrt bleibt. Der russische Verband habe die Kriterien für ein Aufheben der Sperre nicht erfüllt, hieß es zur Begründung. Der Ausschluss der russischen Sportler geht auf eine Recherche für eine Dokumentation der ARD zurück, in der über die Doping- und Korruptionspraxis im russischen Sport berichtet worden war. Anschließend hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada in einem 323-seitigen Bericht Beweise für einen flächendeckenden und systematischen Betrug vorgelegt. Daraufhin waren Russlands Leichtathleten im November 2015 vom IAAF gesperrt worden.
Russlands Leichtathleten ziehen vor Sportgerichtshof
Russlands Leichtathleten wollen gegen die Sperre bei den Olympischen Spielen juristisch vorgehen: Im Namen aller Athleten, die noch gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen hätten, werde Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof eingelegt, kündigte der Chef des russischen Olympia-Komitees, Alexander Schukow, am Dienstag an. Unterdessen erklärte Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, man unterstütze das harte Durchgreifen gegen dopingverdächtige Nationen. Neben den Sportlern müssten auch Trainer, Funktionäre, Ärzte, die Doping beförderten, verfolgt werden. +++ fuldainfo
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