Hochschule Fulda bringt Studierende und Wohnraumanbieter zusammen

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Bezahlbarer Wohnraum gehört für viele Studierende zu den größten Herausforderungen beim Start ins Studium. Mit Beginn des Wintersemesters 2026/27 setzt die Hochschule Fulda deshalb auf ein Modell, das Wohnraumsuchende und Menschen mit freiem Wohnraum zusammenbringen soll. Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ verfolgt dabei einen einfachen Ansatz: Statt einer klassischen Mietzahlung unterstützen Studierende ihre Gastgeberinnen und Gastgeber im Alltag.

Vor allem internationale Studierende stehen bei ihrer Ankunft in Fulda häufig vor der schwierigen Aufgabe, kurzfristig eine bezahlbare Unterkunft zu finden. Das International Office (IO) der Hochschule Fulda hat sich deshalb an einem bereits an anderen Hochschulen und Studierendenwerken etablierten Konzept orientiert. Wohnraumgebende stellen ein Zimmer oder eine Einliegerwohnung zur Verfügung, während die Studierenden im Gegenzug kleinere Hilfsleistungen übernehmen – etwa im Haushalt oder bei der Pflege von Garten und Außenanlagen.

Nach Angaben der Hochschule profitieren beide Seiten von einer solchen Wohnpartnerschaft. Während Studierende leichter Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erhalten und insbesondere internationale Studierende den Alltag in Deutschland besser kennenlernen können, gewinnen Wohnraumgebende Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben. Stefanie Krecek, Koordinatorin für Wohnraum am International Office der Hochschule Fulda, betont, dass insbesondere alleinlebende ältere Menschen häufig in großen Wohnungen oder Häusern leben, deren Pflege mit zunehmendem Alter immer aufwendiger werde. Gleichzeitig könne das Projekt auch für Familien, Alleinerziehende oder Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Unterstützung sein.

Das International Office übernimmt dabei die Vermittlung zwischen beiden Seiten. Sowohl Studierende als auch Menschen mit freiem Wohnraum können sich ab sofort registrieren lassen. Nach Angaben der Hochschule gibt es bereits erste Interessenten sowohl unter den Wohnraumsuchenden als auch bei potenziellen Wohnraumgebenden.

Wie die Unterstützung im Einzelfall aussieht, wird individuell vereinbart und schriftlich festgehalten. Möglich sind beispielsweise Hilfe beim Putzen, Gartenarbeiten, Einkäufe oder regelmäßige Fahrten zum Arzt. Pflegerische oder medizinische Tätigkeiten sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Auch die Rahmenbedingungen legen die Wohnraumgebenden selbst fest. Als Orientierung gilt, dass pro Quadratmeter zur Verfügung gestellten Wohnraums eine Stunde Unterstützung im Monat geleistet werden kann. Für ein 15 Quadratmeter großes Zimmer wären dies beispielsweise 15 Stunden monatliche Mithilfe. Anfallende Nebenkosten werden zusätzlich berechnet oder individuell zwischen beiden Seiten vereinbart.

Mit dem Projekt reagiert die Hochschule Fulda auf den angespannten Wohnungsmarkt und setzt zugleich auf ein Modell, das weit über die reine Wohnraumvermittlung hinausgeht. Wo Wohnraum knapp und Unterstützung im Alltag gefragt ist, können beide Seiten voneinander profitieren. Gleichzeitig entstehen Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen – ein Ansatz, der nicht nur den Studienstart erleichtern, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander stärken kann.

Interessierte Studierende sowie potenzielle Wohnraumgebende können sich direkt beim International Office der Hochschule Fulda informieren und registrieren. +++


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