Die MULTA MEDIO Informationssysteme AG feiert am 30. August 2026 ihr 30-jähriges Bestehen. Das Software- und IT-Beratungsunternehmen mit Hauptsitz in Würzburg und einem seit sechs Jahren bestehenden Standort in Fulda entwickelt und betreibt digitale Systeme, die bundesweit zum Einsatz kommen. Am Standort Fulda arbeiten derzeit zehn der insgesamt rund 90 Softwareentwicklerinnen, Softwareentwickler und IT-Spezialisten an Anwendungen, die nach Unternehmensangaben von Hunderttausenden Menschen genutzt werden.
Zu den Kunden des Unternehmens gehören nach eigenen Angaben zwölf der 16 deutschen Landeslotteriegesellschaften, darunter Lotto Hessen, Lotto Bayern und Lotto Baden-Württemberg. Entwickelt werden unter anderem Internetplattformen, mobile Anwendungen, Vertriebsportale und Selbstbedienungssysteme für den staatlich regulierten Lotteriemarkt.
„Viele Menschen in der Region kennen unseren Namen nicht, obwohl sie möglicherweise bereits Anwendungen nutzen, an deren Entwicklung und Betrieb wir beteiligt sind“, sagt Björn Steinacker, Vorstand der MULTA MEDIO Informationssysteme AG. „Dass aus einem Würzburger Universitäts-Spin-off ein bundesweit tätiger Partner für komplexe digitale Herausforderungen geworden ist, verdanken wir vor allem dem fachlichen Know-how und dem langfristigen Engagement unserer Mitarbeitenden.“
Auch am Standort Fulda setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben seit Jahren auf qualifizierte Fachkräfte aus Osthessen. Zahlreiche Beschäftigte haben ihre Ausbildung oder ihr Studium in der Region absolviert und arbeiten heute an digitalen Lösungen für Kunden in ganz Deutschland.
Die Anforderungen an die von MULTA MEDIO entwickelten Systeme sind hoch. Anwendungen für den staatlich regulierten Lotteriemarkt müssen nach Unternehmensangaben sicher und zuverlässig arbeiten, hohe Nutzerzahlen bewältigen und gleichzeitig langfristig weiterentwickelt werden können. Besonders deutlich werde dies bei hohen Jackpot-Summen, wenn innerhalb kurzer Zeit sehr viele Menschen gleichzeitig auf die digitalen Angebote der Lotteriegesellschaften zugreifen.
„Unsere Systeme müssen auch unter außergewöhnlich hoher Belastung stabil funktionieren“, erklärt Steinacker. „Gleichzeitig unterliegen sie strengen Anforderungen an Datenschutz, Spieler- und Jugendschutz. Solche Lösungen lassen sich nicht als kurzfristige Einzelprojekte betrachten. Sie müssen fachlich verstanden, sicher integriert und langfristig verantwortet werden.“
Neben der klassischen Softwareentwicklung zählen nach Unternehmensangaben inzwischen auch Systemintegration, IT-Sicherheit, Testautomatisierung, skalierbare Plattformarchitekturen sowie der langfristige Betrieb digitaler Lösungen zu den zentralen Kompetenzfeldern.
„Wir verbinden fachliches Verständnis, technologische Kompetenz und langfristige Verantwortung“, sagt Steinacker. „Unser Anspruch ist, digitale Lösungen so zu gestalten, dass sie sicher, beherrschbar und weiterentwickelbar bleiben – auch wenn sich Anforderungen, Nutzerzahlen oder technische Rahmenbedingungen verändern.“
Dass hohe regulatorische Anforderungen und Benutzerfreundlichkeit miteinander vereinbar seien, zeige das von MULTA MEDIO entwickelte Online-Angebot von LOTTO Hessen mit App, Website und Kundenportal. Im Vergleich des unabhängigen Verbraucherportals CHIP wurde das digitale Angebot nach Unternehmensangaben 2025 bereits zum achten Mal in Folge als bester regionaler Lottoanbieter bewertet. Ausschlaggebend seien unter anderem Angebot, Funktionen und Bedienbarkeit gewesen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung eigener Fachkräfte. Für sein Engagement in diesem Bereich wurde das Unternehmen nach eigenen Angaben mehrfach von der Industrie- und Handelskammer mit dem „Einser-Azubi“-Siegel ausgezeichnet.
„Ausbildung ist für uns keine kurzfristige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel, sondern ein fester Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung“, betont Steinacker. „Wir möchten jungen Menschen aus der Region eine fundierte Ausbildung und eine langfristige berufliche Perspektive bieten.“
Für die kommenden Jahre plant MULTA MEDIO weiteres Wachstum an den Standorten Fulda und Würzburg. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung bestehender Systeme sowie neue digitale Lösungen für Organisationen mit komplexen fachlichen, technischen oder regulatorischen Anforderungen.
„Die Technologien haben sich seit 1996 grundlegend verändert. KI wird bei uns gezielt eingesetzt, aber nur dort, wo sie einen belegbaren Nutzen schafft – etwa höhere Qualität, kürzere Entwicklungszeiten, bessere Analysen oder neue Funktionen für Anwender“, sagt Steinacker. „Vor 30 Jahren bestand unsere Aufgabe vor allem darin, gute Software zu entwickeln. Heute erwarten unsere Kunden mehr als gute Software. Sie erwarten einen Partner, der Verantwortung übernimmt.“
Mit Blick auf die Zukunft verweist der Vorstand auf die Entwicklung des Unternehmens seit seiner Gründung als Spin-off des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
„Geblieben ist dagegen unser Anspruch, wirtschaftliche und technologische Fragestellungen gemeinsam zu betrachten und Lösungen konsequent zu Ende zu denken. Auf dieser Grundlage wollen wir die nächsten Jahre gestalten – mit starken Wurzeln und Projekten, die weit über die Region hinausreichen“, beschreibt Steinacker die Vision des Unternehmens. „Unsere Geschichte begann zwar an der Universität Würzburg. Heute ist Fulda ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung. Von beiden Standorten aus entstehen digitale Lösungen, auf die sich Menschen in ganz Deutschland verlassen können.“
Die MULTA MEDIO Informationssysteme AG wurde 1996 gegründet und ist ein unabhängiges Softwareentwicklungs- und IT-Beratungsunternehmen mit Standorten in Würzburg und Fulda. Beide Standorte entwickeln, integrieren und betreiben gemeinsam digitale Lösungen für Organisationen mit komplexen fachlichen, technischen und regulatorischen Anforderungen. Zu den Kompetenzfeldern zählen unter anderem individuelle Software- und Plattformlösungen, Selbstbedienungslösungen, mobile Anwendungen, Systemintegration, IT-Sicherheit, Testautomatisierung sowie der langfristige Betrieb geschäftskritischer Systeme. +++
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