Die Marktgemeinde Eiterfeld hat ihr kommunales Krisenmanagement mit mehreren intensiven Schulungstagen neu ausgerichtet und dabei bewusst einen ungewöhnlich breiten Ansatz gewählt. Anders als bei klassischen Fortbildungen waren diesmal Mitarbeitende aus nahezu allen Bereichen der Gemeindeverwaltung eingebunden. Ziel war es, den künftigen Verwaltungsstab breiter aufzustellen, sämtliche Fachbereiche frühzeitig einzubeziehen und die Handlungsfähigkeit der Kommune in Krisensituationen unter realistischen Bedingungen zu stärken.
Gemeinsam mit Paul Drexler von der Gefahrenabwehr des Landkreis Fulda arbeiteten die Teilnehmenden verschiedene Krisenszenarien durch, entwickelten Abläufe für den Ernstfall und trainierten die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung ebenso wie mit örtlichen Hilfsorganisationen. Der Workshop war dabei ausdrücklich praxisnah und fordernd angelegt. Im Mittelpunkt stand nicht nur die Organisation möglicher Einsätze, sondern auch eine ehrliche Bestandsaufnahme der vorhandenen Strukturen. Dabei ging es um die Frage, welche Abläufe bereits zuverlässig funktionieren und an welchen Stellen weiterer Entwicklungsbedarf besteht.
Bürgermeisterin Dana Hauke sieht in den Schulungstagen einen wichtigen Schritt für die weitere Vorbereitung der Kommune. „Der Workshop hat uns sehr deutlich gezeigt, wo wir als Kommune stehen, was bereits gut funktioniert und woran wir noch gezielt arbeiten müssen“, erklärte sie. Gleichzeitig zeigte sie sich zuversichtlich: „Wir sind insgesamt auf einem guten Weg und gehen mit Zuversicht in die weitere Vorbereitung. Im Krisenfall wollen wir handlungsfähig sein.“
Nach Einschätzung der Marktgemeinde ist die breite Einbindung der gesamten Verwaltung entscheidend, um im Ernstfall schneller, abgestimmter und effizienter reagieren zu können. Kommunikationswege sollen verkürzt, Zuständigkeiten klarer definiert und Abläufe weiter verbessert werden. Besonderer Dank galt Paul Drexler für die fachliche Begleitung des Workshops, die realitätsnahen Szenarien und die Impulse zur Weiterentwicklung des kommunalen Krisenmanagements. Auch die Mitarbeitenden der Verwaltung wurden für ihre engagierte Teilnahme und die Bereitschaft gewürdigt, Verantwortung in diesem sensiblen Aufgabenbereich zu übernehmen.
Mit dem Workshop setzt die Marktgemeinde Eiterfeld ihre Arbeit an einer belastbaren Krisenstruktur fort. Ziel bleibt es, im Ernstfall möglichst vorbereitet und handlungsfähig zu sein. +++
Das könnte Sie auch interessieren
Entdecke mehr von fuldainfo.de
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar