Die Frauen Union Hessen spricht sich für eine deutliche Stärkung des Elterngeldes aus und warnt davor, familienpolitische Leistungen im Zuge der Haushaltskonsolidierung weiter unter Druck zu setzen. Familien leisteten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft und benötigten gerade in der frühen Phase nach der Geburt eines Kindes Verlässlichkeit, Anerkennung und finanzielle Stabilität.
Annette Wetekam, CDU-Landtagsabgeordnete und Beisitzerin im Bundesvorstand der Frauen Union, mahnt mit Blick auf die Haushaltsdebatten im Bund zu einer klaren Prioritätensetzung. „Wenn im Bundeshaushalt Prioritäten gesetzt werden, darf das nicht auf dem Rücken der Familien geschehen. Das Elterngeld schafft Vertrauen und Sicherheit in einer besonders sensiblen Lebensphase“, erklärt Wetekam.
Vor dem Hintergrund der derzeit niedrigsten Geburtenrate seit 1949 sei es umso wichtiger, Familien zu stärken statt sie zusätzlich zu belasten. Wer Eltern und Paaren mit Kinderwunsch Sicherheit geben wolle, müsse Verlässlichkeit schaffen und Unsicherheiten vermeiden.
Zugleich erkennt die Frauen Union Hessen den Konsolidierungsbedarf im Bundeshaushalt ausdrücklich an. Dennoch müssten aus ihrer Sicht gerade jene Bereiche gestärkt werden, die Familien in ihrer Erziehungsleistung unterstützten und langfristig Wirkung entfalteten. Dazu gehöre eindeutig das Elterngeld.
Seit seiner Einführung sei das Elterngeld nicht erhöht worden. Unter Berücksichtigung gestiegener Löhne und der Inflation habe die Leistung real bereits eine deutliche Kürzung erfahren. Gleichzeitig sei durch die sinkende Geburtenrate auch die Belastung des Bundeshaushalts durch das Elterngeld zurückgegangen.
Die Frauen Union bezeichnet das Elterngeld als zentrales Instrument zur Entlastung junger Familien nach der Geburt und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sei ausdrücklich festgehalten worden, dass die Einkommensgrenzen für das Elterngeld spürbar angehoben werden sollen. Dieses Versprechen müsse nun eingelöst werden. Statt Leistungen einzuschränken, brauche es eine Familienpolitik, die die Lebensrealität junger Eltern ernst nehme und sie in dieser besonderen Phase wirksam unterstütze.
Auch die Vorsitzende der Frauen Union Hessen, Diana Stolz, verweist auf die Bedeutung des Elterngeldes für die Familienplanung. „Das Elterngeld ist eine Erfindung der CDU und hat mit dazu beigetragen, dass vor knapp zwanzig Jahren die Geburtenzahl anstieg. Es macht für Familien und insbesondere Frauen einen großen Unterschied bei der Familienplanung, wenn sie das Gefühl haben, Kinder sind in unserer Gesellschaft ausdrücklich erwünscht und man erleichtert den Familien den Weg“, erklärt Stolz.
Die Frauen Union Hessen fordert deshalb, familienpolitische Zusagen ernst zu nehmen und Familien verlässlich zu begleiten. Ziel müsse eine Politik sein, die Eltern sowie die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft nachhaltig stärkt. +++

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