Kurz vor der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am 7. Oktober kürt die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den „Roman des Jahres in deutscher Sprache“. Mit dem „Deutschen Buchpreis“ (Roman des Jahres in deutscher Sprache) wird ein literarisches Werk stellvertretend für alle wichtigen Romane des Jahres gewürdigt.
Gut eine Woche vor der diesjährigen Preisverleihung am 5. Oktober 2026, die zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers stattfindet, stellen sich vier der sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern am 27. September 2026, um 19:00 Uhr, im Schauspielhaus Frankfurt vor.
Sechs Romane hat die Jury für die diesjährige Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 ausgewählt: Shida Bazyar: Die Lücken (Kiepenheuer & Witsch, September 2026), Franziska Gänsler: Orca (Kein & Aber, August 2026), Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle (S. Fischer, August 2026), Elias Hirschl: Schleifen (Paul Zsolnay, Januar 2026), Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens (Galiani Berlin, Februar 2026), Dana Vowinckel: Anton und Alma (Suhrkamp, September 2026). Peggy Mädler und Dana Vowinckel sind am Abend des 27. September verhindert.
Der Abend im Schauspielhaus Frankfurt ist eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhauses Frankfurt und dem Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Als Moderatoren fungieren Sandra Kegel von der FAZ und Christoph Schröder vom SWR Kultur.
Jurysprecherin Cornelia Geißler von der Berliner Zeitung lässt sich wie folgt zitieren: „Was kommt? Was bleibt? So unsicher die Gegenwart auch sein mag, erweist sie sich doch als Nährboden für eine großartige Literatur. Die sechs Romane der Shortlist zeugen davon. Sie schärfen den Blick auf Vergangenes. Sie deuten auf politische Verbrechen und zeigen den Kampf dagegen in zaghaften oder waghalsigen Schritten. Sie erzählen von Träumen und Möglichkeiten des Individuums, den eigenen Weg zu gehen, die Gesetze der Wissenschaft zu nutzen, die Freiheit der Kunst zu spüren und ein Miteinander zu erproben. Wir lesen auf vielfach unerwartete Weise von Sehnsucht, Freundschaft, Liebe und Gewalt. Wir sind begeistert davon, welch ästhetischer Reichtum in diesen Büchern steckt, welche Sprachlust. Und es gibt immer noch Grund zu lachen.“
Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 205 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2025 und dem 8. September 2026 erschienen sind. Zur Jury gehören außerdem: Theresa Donner (Buchhandlung heiter bis wolkig, Halle an der Saale), Jan Ehlert (NDR), Maha El Hissy (Literaturwissenschaftlerin), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Stefanie Kreuzer (Universität Kassel) und Adam Soboczynski (DIE ZEIT).
Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der oder die Preisträger*in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen. Interessierte können die Preisverleihung unter www.deutscher-buchpreis.de verfolgen. +++
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