Günter Herles ist zum neuen Vorsitzenden des Kreisseniorenbeirates gewählt worden. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung der Kreisverwaltung in Lauterbach wurde der Schwalmtaler einhellig an die Spitze des Beirates gewählt. Als seine beiden Stellvertreter fungieren von nun an Walter Traud aus Herbstein und Johanna Krüger aus Wartenberg.
Landrat Dr. Jens Mischak hat im Rahmen der Sitzung die Arbeit des Seniorenbeirates positiv hervorgehoben. Demnach habe er sich in der Vergangenheit in seinen Sitzungen „in sehr wertvollen Vorträgen“ über die verschiedensten Themen informiert. Nebenstehend stellte Mischak Hans-Jürgen Schäfer, Bürgermeister der Stadt Schlitz a.D., als neuen Beauftragten für Senioren und Inklusion vor. Schäfer hatte während seiner über 20-jährigen Amtszeit gleich zu Beginn einen Seniorenbeirat gegründet. Der Zusammenschluss existiert noch heute.
Rückblickend erinnerte Schäfer an mannigfaltige Veranstaltungen, an Vorträge, Tagesausflüge, Oktoberfeste, die regelmäßigen Seniorenreisen im Frühjahr und die einwöchigen Flugreisen im Herbst. Auch mit Problemen habe man sich befasst – beginnend vom Schlagloch im Bürgersteig, über schlechte Busverbindungen bis hin zum Einkaufsbus, der nicht gefahren sei.
Für seine neue Aufgabe als Seniorenbeauftragter des Kreises habe sich Schäfer drei Schwerpunktthemen vorgenommen: Einsamkeit bei Senioren, Pflege und Digitalisierung. „Viele ältere Menschen sind sehr einsam, da müssen wir gegensteuern und gesellige Veranstaltungen anbieten“, sagt er. Hierfür schwebten ihm beispielsweise ein Mittagstisch, Kaffeenachmittage oder kleinere Ausflüge vor. Beim Thema Pflege möchte er eruieren, welche Möglichkeiten und Angebote es im Vogelsbergkreis bereits gibt. Das Thema möchte er intensiv im Seniorenbeirat erörtern. In seiner Funktion als Seniorenbeauftragter sieht er sich als Anlaufstelle, die wichtige Kontakte und Verbindungen herstellt.
Weiter stellte Schäfer im Rahmen der Veranstaltung heraus, dass die Digitalisierung mit ihren Chancen aber auch Herausforderungen seit einigen Jahren Einzug gehalten hat. Vor diesem Hintergrund sieht er auch die modernen, bargeldlosen Zahlungsmethoden für Senioren als Problem. Hierzu führt Schäfer aus: „Es kann letzten Endes nicht sein, dass ich keine Brötchen mehr kaufen kann, weil ich hierfür das falsche mobile Endgerät habe, Abwicklungen mit dem Geldinstitut nur mit Hilfe der Enkel möglich sind oder ich im Supermarkt viel zu viel bezahlte, weil ich eine bestimmte App nicht auf meinem Smartphone habe.
Ältere Menschen möchten nicht die Benachteiligten sein, wenn neue, technische Entwicklungen in unserer Gesellschaft Einzug halten, macht Hans-Jürgen Schäfer in einer Mitteilung abschließend deutlich. +++

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