Es ist kurz vor ein Uhr in der Nacht zum Dienstag, dem 13. Oktober 2026, als die nächtliche Stille an der Fuldaer Frankfurter Straße jäh zerreißt. Wo tagsüber Kunden Fahrzeuge mieten und der Berufsverkehr pulsiert, schlagen gegen 0.50 Uhr plötzlich meterhohe Flammen in den Nachthimmel. Der beißende Geruch von brennendem Gummi und Brandbeschleuniger kriecht durch die Straße: Auf dem Außengelände einer Autovermietung brennen zwei Fahrzeuge lichterloh. Was sich dort in wenigen Minuten abspielt, ist nach ersten Erkenntnissen der Ermittler kein technischer Defekt, sondern ein gezielter, rücksichtsloser Brandanschlag.
Die Bilder der Überwachungskameras und die Schilderungen von Zeugen zeichnen ein beklemmendes Szenario mit erschreckender Kaltblütigkeit: Zwei vermummte Gestalten betreten mitten in der Nacht das Firmengelände. Sie tragen Benzinkanister bei sich, verteilen brennbare Flüssigkeit gezielt über zwei der abgestellten Wagen und setzen sie in Brand. Doch damit nicht genug: Die Täter versuchen offenbar auch noch, den Eingangsbereich des Firmengebäudes anzuzünden, ehe sie in der Dunkelheit untertauchen.
Als der Inhaber der Autovermietung die Flammen bemerkt, reagiert er geistesgegenwärtig. Mit Handfeuerlöschern versucht er verzweifelt, den Brand selbst einzudämmen und seine Existenz zu retten – ein gefährliches Unterfangen gegen ein Feuer, das durch Brandbeschleuniger angefacht wird. Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr Fulda treffen kurz darauf ein und übernehmen sofort die Brandbekämpfung. Zu diesem Zeitpunkt stehen beide Fahrzeuge bereits im Vollbrand.
Die Lage vor Ort spitzt sich rasch zu, weil eines der Autos direkt an der Hauswand parkt. Die enorme Hitzeentwicklung sorgt dafür, dass die Flammen unbarmherzig auf die Gebäudefassade übertreifen. Dichter Qualm dringt ins Innere des Hauses und richtet dort durch massive Rauchentwicklung zusätzlichen Schaden an.
Unter schwerem Atemschutz und mit mehreren Löschrohren gehen die Rettungskräfte gegen das Feuer vor. Mit insgesamt 25 Kräften ist die Fuldaer Feuerwehr vor Ort, unterstützt vom Rettungsdienst. Dem beherzten und schnellen Eingreifen der Trupps ist es zu verdanken, dass ein vollständiges Übergreifen auf den gesamten Gebäudekomplex verhindert werden kann. Verletzt wird bei dem nächtlichen Einsatz glücklicherweise niemand – doch der Sachschaden ist immens. Nach ersten vorläufigen Schätzungen bewegt er sich im sechsstelligen Bereich.
Für Gewerbetreibende in Fulda hinterlässt ein solcher Vorfall ein mulmiges Gefühl. Wenn Täter mitten in der Nacht mit Kanistern auf belebten Achsen wie der Frankfurter Straße hantieren, rührt das an das Sicherheitsgefühl der gesamten Nachbarschaft. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung aufgenommen. Die Hintergründe des Anschlags sowie die Identität der beiden flüchtigen Vermummten sind bislang völlig unklar.
Dass moderne Überwachungstechnik das Vorgehen der Täter dokumentiert hat, gibt nun immerhin berechtigten Anlass zur Hoffnung: Den Ermittlern liegen konkrete Ansatzpunkte vor, um die Verantwortlichen für diesen verheerenden Anschlag zur Rechenschaft zu ziehen. +++
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