Arbeitsagentur rechnet für 2020 mit Defizit

Im Jahr 2018 hatte der Überschuss noch bei 6,2 Milliarden Euro gelegen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet für das Jahr 2020 mit einem Defizit von 1,3 Milliarden Euro. Grund seien unter anderem steigende Ausgaben bei der Weiterbildung und dem Arbeitslosengeld, teilte die Bundesagentur am Dienstag mit. Außerdem nannte die BA die erneute Beitragssatzsenkung zum Jahresbeginn. Der Fehlbetrag werde man aus der Rücklage decken, kündigte die Behörde an. Das Haushaltsjahr 2019 wurde nach BA-Angaben noch mit einem Plus in Höhe von 2,1 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Vergleich zu den Vorjahren fiel der Überschuss aber bereits deutlich geringer aus, auch wenn die Behörde ursprünglich ein noch niedrigeres Ergebnis erwartet hatte. Im Jahr 2018 hatte der Überschuss noch bei 6,2 Milliarden Euro gelegen. Die BA hatte Ende des Jahres eine Konjunkturrücklage von 25,8 Milliarden Euro. Durch die konjunkturelle Delle waren im letzten Jahr die Ausgaben für einige Leistungen gestiegen. Für Arbeitslosengeld wurden insgesamt 15,0 Milliarden Euro (1,3 Milliarden Euro mehr als 2018) ausgegeben, für Insolvenzgeld 842 Millionen Euro (+254 Millionen Euro). Hier musste die Bundesagentur die Mittel im Jahresverlauf erhöhen, da die geplanten Ausgaben nicht ausreichten. Die Ausgaben für Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen stiegen im letzten Jahr um 98 Millionen Euro auf 157 Millionen Euro. Weiterbildungen für Arbeitslose und Beschäftigte förderte die Arbeitsagentur mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Das waren 195 Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2018. +++

 
 
 

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