Amphibienwanderung ist in vollem Gange

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Schlitz. Einerseits ist man im Schlitzerland durch die Amphibienschutzanlagen zwischen Hartershausen und Hemmen und an den Fischteichen in Richtung Willofs gut gerüstet, dass die Opfer unter diesen Tieren bei der Wanderung zu den Laichgründen durch den Straßenverkehr verhältnismäßig gering sind. Andererseits gibt es zurzeit eine katastrophale Entwicklung für die Erdkröten, die den Teich an der Landesstraße in Richtung Willofs erreichen wollen.

Diese Bilder boten zu Hauf in dem Wasser führenden Graben
Diese Bilder boten sich zu Hauf in dem Wasser führenden Graben

Hier stellt ein Wasser abführender, tiefer Graben gerade unterhalb der Anlage ein schier unüberwindbares Hindernis für diese Tiere dar. Sie fallen hinein und werden Opfer der auf sie wartenden Waschbären, die insbesondere in den letzten Nächten Dutzende von wandernden Erdkrötenpaaren getötet und wegen des Überangebotes an Beute nur teilweise aufgefressen haben. Offensichtlich tun sie es den Braunbären in Alaska gleich, die insbesondere den Laich der Lachse, so wie hier den Laich der Erdkröten als besondere Delikatesse vorziehen. Inzwischen gibt es Zustimmung des Teichbesitzers und des Pächters, einer Abhilfe zuzustimmen, wobei eine Verrohrung im Bereich der Unterquerungen dringendst notwendig wäre.

Erfreulich, dass es hier schon zu Ablaichungen gekommen ist.
Erfreulich, dass es hier schon zu Ablaichungen gekommen ist.

Ansonsten würde die großzügige Schutzanlage dort erheblich an Wert einbüßen. Gerade in der Zeit, in der sich ein erstes Storchenpaar bei uns ansiedelt, ist es äußert wichtig, auch für deren Ernährung gute Weichenstellungen vorzunehmen; dabei spielen gerade die Frösche keine untergeordnete Rolle. Der Verfasser dieser Zeilen kann sich noch gut erinnern, dass vor der Errichtung der Barriere in Richtung Willofs von den Helfern mehr als 600 Erdkröten vor dem Verkehrstod gerettet werden konnten. Leider hat man diesem Hindernis bei der Ausführung zu wenig Beachtung geschenkt. Zumindest besteht die Hoffnung, dass hier zügig gehandelt werden kann. +++ fuldainfo | hans schmidt


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