30 Jahre NETHINKS: Wie ein Fuldaer Unternehmen zum digitalen Rückgrat der Region wurde

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Als drei Gründer im April 1996 in Fulda damit begannen, Menschen und Unternehmen in Osthessen mit dem Internet zu verbinden, war die digitale Welt noch ein Versprechen. Das Netz piepte sich über Modems in Büros und Wohnzimmer, Webseiten bauten sich Zeile für Zeile auf, Videokonferenzen wirkten wie Science-Fiction. Dass daraus einmal ein hochkomplexes Geflecht aus permanent verfügbaren Datenverbindungen, Cloudsystemen und kritischen Infrastrukturen entstehen würde, ahnten damals nur wenige. Einer derjenigen, die früh daran glaubten, war die NETHINKS GmbH.

Drei Jahrzehnte später lädt das Unternehmen nun zu einem Abend ein, der weit mehr sein will als eine Jubiläumsveranstaltung. Beim Marketing Netzwerk Fulda öffnet NETHINKS am 27. Mai 2026 um 18 Uhr in der Rabanusstraße 14–16 seine Türen und blickt gemeinsam mit den Gästen auf eine Entwicklung zurück, die eng mit der digitalen Transformation der Region verbunden ist. Die Geschäftsführer Bastian Marmetschke und Uwe Bergmann führen durch einen Abend, der nicht allein Erinnerungen sammelt, sondern die Frage stellt, wie aus einer frühen Internetidee ein Unternehmen entstehen konnte, das heute komplexe digitale Infrastrukturen plant, betreibt und verantwortet.

Die Geschichte von NETHINKS erzählt dabei auch von einer Region, die technologisch erwachsen geworden ist. Anfangs ging es um Einwahlzugänge und ISDN-Verbindungen, später um leistungsfähige Netze, eigene Leitungsstrukturen und hochverfügbare Verbindungen. Bereits im Jahr 2000 entstand mit einer 2-Mbit-Leitung von Frankfurt nach Ebersburg ein früher Baustein jener Netzarchitektur, die das Unternehmen bis heute prägt. Vier Jahre später folgte die Umfirmierung zur NETHINKS GmbH – verbunden mit dem Anspruch, „Intelligente Netzwerklösungen“ zu entwickeln.

Auffällig ist dabei, dass die Entwicklung nicht allein entlang steigender Bandbreiten erzählt wird. Natürlich markieren Kbit-, Mbit- und später Gbit-Geschwindigkeiten die technischen Etappen der vergangenen 30 Jahre. Doch im Mittelpunkt steht ein anderer Begriff: Verlässlichkeit. Das eigene Backbone beschreibt NETHINKS selbst als technisches Rückgrat – ausgestattet mit Redundanzen, alternativen Wegen und einer Architektur, die Stabilität nicht als Zusatz versteht, sondern als Voraussetzung.

Auch die Entwicklung der webbasierten TK-Plattform heinrich steht für diesen Wandel. Aus der Rolle des klassischen Technikbereitstellers wurde zunehmend der Anspruch, Systeme selbst zu entwickeln, Kommunikation eigenständig zu gestalten und Verantwortung im laufenden Betrieb zu übernehmen. Dass NETHINKS seit Ende 2023 zudem nach ISO 27001 zertifiziert ist, fügt sich in dieses Bild ein. Informationssicherheit erscheint hier nicht als Schlagwort aus der IT-Welt, sondern als Teil des eigenen Selbstverständnisses.

Der Blick hinter die Kulissen wird damit zugleich zu einem Blick auf ein Stück osthessischer Digitalgeschichte. Auf Menschen, die früh davon überzeugt waren, dass Infrastruktur zwar oft unsichtbar bleibt, aber entscheidend dafür ist, ob Unternehmen, Behörden und Organisationen funktionieren. Und auf ein Unternehmen, das über drei Jahrzehnte hinweg erlebt hat, wie aus ersten Einwahlgeräuschen ein digitales Rückgrat für die Region wurde.

30 Jahre NETHINKS markieren deshalb nicht nur ein Firmenjubiläum. Sie stehen für eine Entwicklung, in der aus technischem Pioniergeist eine Form von digitaler Verlässlichkeit geworden ist. +++


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