Zentralrat: Antisemitismus an Schulen „strukturelles Problem“

In vielen Erscheinungsformen festgestellt

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, stellt Antisemitismus in vielen Erscheinungsformen fest – auch im deutschen Bildungssystem. „Antisemitismus ist in den Schulen leider ein strukturelles Problem“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Man finde ihn in allen Fächern, in all seinen Erscheinungsformen, etwa auch mit Bezug auf Israel, und auch bei Lehrern selbst. Lehrkräfte würden häufig nicht wissen, wie sie mit antisemitischen Vorurteilen umgehen sollen, so Schuster. Den Pädagogen müsse hierfür „Rüstzeug an die Hand“ gegeben werden. „Wegschauen ist nämlich die bei Weitem schlechteste aller Möglichkeiten.“ Angesichts der Diskussionen um die Kunstmesse in Kassel sagte der Zentralratspräsident, „dass es mindestens ein Werk auf der Documenta gibt, das ganz klare antisemitische Darstellungen zeigt“. Er kritisierte: „Nach den öffentlichen Vorwürfen, es gebe eine Nähe der Kuratoren zu Antisemitismus, hatte die Documenta eine einseitige Gesprächsreihe konzipiert, bei der sie unsere Expertise leider nicht einbezogen hatten.“ +++

Coronadaten

Der durch das RKI ausgewiesene Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert für Hessen liegt aktuell bei 5,32 pro 100.000 Einwohner (24.06.2022). Eine Woche zuvor betrug der Wert 2,72 pro 100.000.
Letzte Aktualisierung: 26.06.2022, 06:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
813,8 ↑1815
Vogelsberg994,3→1049
Hersfeld
621,8 →748
Main-Kinzig662,8 ↑2795

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