Wissenswertes über Säureblocker & Co.

Anwendung, Wirkung und Risiken von (Magen-)Säureblockern

Im Krankenhaus

Fulda. Möglicherweise quälen Bauchschmerzen mit Begleitsymptomen wie Übelkeit, Sodbrennen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, man leidet an einer Magenschleimhautentzündung infolge einer Lebensmittelinfektion oder Stress. Vielleicht liegt sogar eine Helicobacter pylori-Infektion vor, die auf den Magen schlägt, gar ein Magen-oder Zwölffingerdarm-Geschwür. Oft wird bei all diesen Symptomen zuerst ein Protonenpumpenhemmer (PPI) verordnet, um die Übersäuerung des Magen-Darm-Traktes zu regulieren.

Dabei unterdrücken die Substanzen Omeprazol, Pantoprazol, Ranitidin und Co., die Bildung von Faktoren in der Magenschleimhaut, welche wiederum die Magensäureproduktion blockieren. Allerdings verhelfen diese Medikamente keinesfalls zu einer dauerhaften krampflösenden und entzündungshemmenden oder gar antibakteriellen Beschwerdefreiheit. Im Gegenteil: Die Präparate können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bedingen oder sogar negative Begleiterscheinungen hervorrufen. Statt gesundheitliche Besserung zu verschaffen, verursachen sie Magenschmerzen wie gastrointestinale Störungen mit Magendruck, Blähungen und Durchfall, können die Leber oder Niere schädigen sowie durch einen Mineralstoff-sowie Vitaminmangel, Erschöpfung und Herz-Kreislauf-Probleme auslösen.

Der unkontrollierte Einsatz solcher Substanzen, sollte daher unbedingt vermieden werden. Aufgrund dessen, sollte stets vor Einnahme von Medikamenten, die Ursache für die vorhandenen Beschwerden abgeklärt werden. Eine umfassende Diagnose im Falle von Magen-Darm-Schmerzen, kann durch eine Endoskopie mit Gewebeentnahme sichergestellt werden. Anschließend wird der konservative oder operative Behandlungspfad, individuell nach Ursache, Art und Schwere für den Betroffenen, entworfen, um eine Genesung herbeizuführen.

Wie Säureblocker wirken, wann die Anwendung von PPIs sinnvoll ist, und welche Nebenwirkungen oder gar Risiken, sie enthalten, wird Prof. Dr. Bernd Kronenberger detailliert im Vortrag „Wissenswertes über Säureblocker & Co. – Anwendung, Wirken und Risiken von (Magen-)Säureblockern“ darstellen. Des Weiteren erläutert der Chefarzt der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme und gibt Ratschläge, wie man den Gebrauch von Magenschutzmedikamenten durch eine gesunde Lebensweise umgehen kann. Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, den 22. Februar 2017, ab 16:30 Uhr, im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda, statt. Im Anschluss an den Vortrag, steht Prof. Dr. Kronenberger mit seiner Expertise gerne für Fragen zu Verfügung.

Alle Interessierten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung herzlich eingeladen. Weitere Informationen zur Informationsveranstaltung, finden Sie auch im Internet unter www.herz-jesu-krankenhaus.de sowie auf der Facebook-Seite des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda. +++ (pm)

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