Winfried Möller legt Mandat nieder

Er übernimmt die alleinige Verantwortung für Wahlschlappe der SPD

Winfried Möller

Flieden. “Der langjährige Fliedener SPD-Kommunalpolitiker Winfried Möller hat noch vor der Konstituierung seiner Fraktion und vor konstituierender Sitzung der Gemeindevertretung am 13. April 2016, am Dienstag, den 05.04.2016, sein – durch die Kommunalwahl am 6. März 2016 – erworbenes Gemeindevertretermandat niedergelegt”, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung der Fliedener SPD.

Möller, der im Januar diesen Jahres seinen 70. Geburtstag feiern konnte, war – seit der Gebietsreform im Jahre 1972 – ununterbrochen in Flieden (Landkreis Fulda) kommunalpolitisch tätig. Von 1972 bis 2001 war Winfried Möller als Beigeordneter im Gemeindevorstand und anschließend, nach dem Rücktritt des damaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Werner Zechmeister, von 2002 bis zum 31. März 2016, ununterbrochen als Fraktionsvorsitzender politisch aktiv.

„Nach dem unerwarteten Verlust von 3 Mandaten in der künftigen Gemeindevertretung und nur noch einem Mandat im Gemeindevorstand, habe ich beschlossen, dafür die alleinige Verantwortung zu übernehmen“, so Möller. Weiter heißt es in der Mitteilung, “dass der Wahlkampf im Vorfeld der Kommunalwahl – fast überwiegend von einem Wahlkampfteam mit Vertreterinnen und Vertretern aus beiden SPD-Ortsvereinen Flieden und Rückers sehr überzeugend und mit sachlichen Themen bestückt geführt wurde.”

“Leider ist es mir, als Spitzenkandidat, nicht gelungen, diese Themen, an die Wählerinnen und Wähler heranzutragen”, so Möller weiter, der hinzufügte: “Rein rechnerisch gingen unsere 4 Mandatsverluste, voll zugunsten der erstmals angetretenen Liste von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, die auf Anhieb, drei Mandate erringen konnten und einen Sitz im Gemeindevorstand bekommen. Ich mache mit meiner Entscheidung, nicht mehr der künftigen Gemeindevertretung anzugehören, den Weg frei für einen ‘unbelasteten’ Neuanfang meiner SPD-Fraktion.”

Weiter betont Winfried Möller, dass er mit Zufriedenheit und Stolz auf seine 44-jährige kommunalpolitische Leistung – und dies bei einer politischen Amtführung von insgesamt vier Bürgermeistern – im “Königreich Flieden” zurückblickt. „Am Ende meines kommunalpolitischen Wirkens in Flieden, danke ich Allen, die mich in dieser langen Zeit begleitet und unterstützt haben und entschuldige mich bei den 1095 Wählerinnen und Wählern, die mir bei dieser Wahl ihr Vertrauen geschenkt haben, dass ich das in mich gesetztes Vertrauen, nicht mehr aktiv umsetzen bzw. rechtfertigen kann“, so Möller abschließend. +++ fuldainfo

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3 Kommentare

  1. DANKE, sehr geehrter Herr Bürgermeister Christian Henkel, für diese Richtigstellung. Ich habe es erst eben bemerkt und hätte es ebenso, wie Sie, umgehend korrigiert. Wir sind froh und auch ein wenig gemeinsam stolz darauf, dass wir von Flieden, keine Personen auf der Liste der rechtspopulistischen Gruppierung auf Kreisebene haben. Dass ich den praktizierenden Christen Martin Hohmann, in verantwortlicher Position der katholischen Kirchengemeinde in NEUHOF, als ehemaligen CDU-Bürgermeister von Neuhof und CDU-Bundestagsabgeordneten im künftigen Kreistag, “meiden werde, wie die PEST”, habe ich schon früher an dieser Stelle ausgeführt.

  2. Von der Sorte Politiker, wie es Möller hier eindrucksvoll mit seinem Rücktritt zeigt, gibt es heutzutage leider viel zu Wenige: Verantwortung zu übernehmen und Rückgrat zeigen! Auch wenn bundespolitische Themen wohl Hauptursache der Wahlschlappe der SPD und natürlich die AFD unter dem Neuhofer (nicht Flieden) Martin Hohmann gewesen sind.

    Übrigens: Wo bleibt die Verantwortung der Vorstände der CDU im Land und in der Stadt Fulda? Mir scheint, die CDU Verantwortlichen im Landkreis kleben in ihren Sitzen fest und können gar nicht anders, als darin sitzen zu bleiben, bis sie zu Staub zerfallen.

    Vielleicht hofft man ja auf eine Neu- Neu Neuwahl, bis die absolute Mehrheit wieder da ist. Und die FZ verteilt dann kostenlose Brötchen für alle, die CDU wählen. 😉

    Jedenfalls stehen uns interessante Wochen ins Haus.

Demokratie braucht Teilhabe!