Bei den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Hessen (HAW Hessen) steht zum 1. Juli 2026 ein turnusmäßiger Wechsel an der Spitze an. Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, übergibt nach zwei Jahren die Sprecherfunktion an Prof. Dr. Arnd Steinmetz, Präsident der Hochschule Darmstadt (h_da). Das teilte HAW Hessen nach einer Sitzung an der Evangelischen Hochschule Hessen in Darmstadt mit. Zum neuen stellvertretenden Sprecher wurde Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, gewählt.
Khakzar hatte in den vergangenen zwei Jahren als Sprecher die Interessen der sieben Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Hessen gegenüber Politik und Ministerien vertreten und die Zusammenarbeit der Hochschulen koordiniert. Im Mittelpunkt seiner Amtszeit standen insbesondere die Verhandlungen zum Hessischen Hochschulpakt (HHSP) 2026 bis 2031 mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) sowie die anschließenden Zielvereinbarungen zwischen den einzelnen Hochschulen und dem Ministerium.
Die Verhandlungen seien unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen geführt worden, erklärte Khakzar rückblickend. Bei leicht rückläufigen Budgets müssten die Hochschulen zusätzliche Belastungen durch hohe Tarifabschlüsse, Inflation und gestiegene Energiekosten bewältigen. Zugleich hob er hervor, dass es in dieser Phase wichtig gewesen sei, die Positionen der hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gemeinsam zu vertreten und eng mit Universitäten sowie Musik- und Kunsthochschulen zusammenzuarbeiten, die ebenfalls Teil des Hochschulpakts seien.
Nach Angaben Khakzars bietet der Hochschulpakt 2026 bis 2031 den Hochschulen trotz der angespannten Rahmenbedingungen finanzielle Planungssicherheit für die kommenden sechs Jahre. Gleichzeitig eröffne er den Hochschulen mehr Autonomie bei eigenen Entscheidungen.
Als weiteren wichtigen Schritt während seiner Amtszeit bezeichnete Khakzar die Einrichtung des hochschulübergreifenden Promotionszentrums „Systemintegrierte Ingenieurwissenschaft“, das zum 1. Oktober 2025 gestartet war. Ziel sei es, das wissenschaftliche Qualifizierungsangebot an den hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften auszubauen und die Rahmenbedingungen für angewandte Forschung zu verbessern. Khakzar verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen in den Ingenieurwissenschaften in Deutschland an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften studiert habe.
Der designierte Sprecher der HAW Hessen, Arnd Steinmetz, kündigte an, auf den bisherigen Ergebnissen aufbauen zu wollen. Die Sprecherrolle wolle er nutzen, um die hessischen Hochschulen gemeinsam mit den Vertretern der Universitäten sowie der Kunst- und Musikhochschulen durch die Herausforderungen des aktuellen Hochschulpaktzeitraums zu führen.
Die Mitglieder von HAW Hessen dankten Khakzar für dessen Engagement in den vergangenen zwei Jahren und wünschten Steinmetz einen erfolgreichen Start in die neue Amtszeit. +++
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