Verdächtiger nach Leichenfund in U-Haft

Polizeiabsperrung

Im Fall der toten 14-Jährigen, die am Freitag im Teufelsee bei Echzell im Wetteraukreis gefunden wurde, hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Zur Festnahme des Beschuldigten sagte Andreas Röhrig, Präsident vom Landeskriminalamt Hessen: „Die Wohnungsdurchsuchung wurde durch eine hessische Spezialeinheit durchgeführt – der Beschuldigte und die zu dem Zeitpunkt Vermisste konnten jedoch nicht in der Wohnung angetroffen werden. Während der Maßnahme wurden aber Gegenstände aufgefunden, welche augenscheinlich der Vermissten zugeordnet werden konnten. Durch die hiernach durchgeführten umfangreichen Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen konnte der Beschuldigte am Freitagmorgen durch operative Kräfte im Bereich OT Köppern (Friedrichsdorf / Westhessen) festgenommen werden.

Oberstaatsanwalt Dieter Inhofer, Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg erklärte: „Es, handelt sich um einen 29-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der als Jugendlicher im Jahr 2007 wegen eines versuchten Sexualdelikts in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wurde. Die Unterbringung dauerte 10 Jahre und wurde 2017 beendet.“

Die ermittelnde Oberstaatsanwältin Franziska Scheuble, von der Staatsanwaltschaft Freiburg erklärte in diesem Zusammenhang: „Gegen den Beschuldigten wurde am 29.07.2022 vom Amtsgericht Freiburg Haftbefehl erlassen. Nach seiner Festnahme am Freitagmorgen (29.07.2022) in Frankfurt wurde der Beschuldigte am 30.07.2022 nach Freiburg verbracht. Hier wurde ihm beim Amtsgericht der Haftbefehl eröffnet. Der Tatvorwurf lautet auf Entziehung minderjähriger, sexuelle Nötigung und Mord in Verdeckungsabsicht. Der Beschuldigte befindet sich seither in Untersuchungshaft.“

„Das Polizeipräsidium Freiburg, das Polizeipräsidium Einsatz und die Kolleginnen und Kollegen der hessischen Polizei, aber auch die Angehörigen der Blaulichtfamilie haben alles versucht, um Ayleen möglichst lebend zu finden. Ich möchte Ihnen allen von Herzen für Ihren Einsatz danken. Gleichwohl bleibt die Erkenntnis, dass wir nach allem, was wir derzeit wissen, leider keine Chance hatten, Ayleen rechtzeitig und lebend zu finden. Das ist bitter für alle, die alles gegeben haben, und muss erst verarbeitet werden“, sagte Franz Semling, Präsident des Polizeipräsidiums Freiburg.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind weiterhin in vollem Gange. Leitender Kriminaldirektor Arno Englen, Leiter Kriminalpolizeidirektion Polizeipräsidium Freiburg sagte: „Wir sprechen heute über einen Ermittlungsstand von 72 Stunden mit einer Festnahme und naturgemäß noch vielen offenen Fragen. Unsere Ermittlungsgruppe führt ihre Arbeit mit Hochdruck und unter der gebotenen Sorgfalt fort.“ +++

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2022, 05:22 Uhr
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