Universität Kassel entzieht Dippel Doktortitel

Wolfgang Dippel

Kassel. Die Universität Kassel entzieht Staatssekretär Wolfgang Dippel den 1995, an der damaligen Gesamthochschule Kassel, erworbenen Doktorgrad. Diesen Beschluss fasste der Promotionsausschuss des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Uni Kassel. Der Promotionsausschuss begründet diese Entscheidung damit, dass nach sorgfältiger Ermittlung, der Aktenlage unter Berücksichtigung der Anhörungen – schriftlich und mündlich – der Vorwurf des Plagiats vom Promotionsausschuss als gerechtfertigt zu bezeichnen sei.

Vorausgegangen war dieser Entscheidung ein mehrstufiges Prüfverfahren. Es umfasste die Prüfung der Dissertation „Kommunalpolitik in einer Gemeinde. Eine Untersuchung am Beispiel von Breuna“ durch den Promotionsausschuss des Fachbereichs, ein externes Gutachten, die schriftliche und mündliche Stellungnahme des Promovenden, sowie eine Befassung der Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Universität Kassel.

Dieses Vorgehen entspricht den Richtlinien der Universität, den Vorgaben des Hessischen Hochschulgesetzes, sowie den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Wolfgang Dippel hatte nach anonymen Hinweisen selbst im März 2014 die Universität Kassel um die Überprüfung seiner Dissertation gebeten. Inhaltliche Details des Verfahrens bleiben vertraulich, heißt es in der Mitteilung aus Kassel. Dippel hat ankündigt gegen die Entscheidung vorzugehen. Es gebe Verfahrensfehler und von den 198 Seiten würden nur zwei oder drei bemängelt. +++ fuldainfo

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8 Kommentare

  1. Sehr bedauerlich, was hier Herrn Dippel wiederfahren ist. Sich dagegen zu wehren, wird leider ebenso erfolglos bleiben, wie seinerzeit bei Annette Schavan.

    Man kann nur hoffen, daß er seinen Job in Wiesbaden, den er, wie man hört, ja sehr gut machen soll, deswegen nicht aufgeben muss.

    Denn dann hätten die Neider (und Betonköpfe) aus den eigenen Reihen der Fuldaer CDU, die ihm das eingebrockt haben, gesiegt. Und das wäre mehr als bedauerlich!

    Einen schönen Gruß von Fulda nach Wiesbaden wünscht – die kleine Feder

  2. Hätten die Deutschen nicht so eine Ehrfurcht vor Titeln, hätten die Politiker keine Veranlassung, so heiß hinter diesen Titeln her zu sein. In der Schweiz ist es genau umgekehrt: Dort sind Politiker suspekt, die einen Doktortitel tragen. Die Schweizer meinen, dass Wissenschaftler in die Wissenschaft gehören und Praktiker in die Politik. Das wär doch auch mal was für Deutschland, oder?

    • Andere Länder, andere Sitten. In China meint man z.T., Katzen gehören in den Kochtopf. Wir sollten mal hübsch alles so lassen wie es ist und einfach nur die Betrüger rausschmeißen.

Demokratie braucht Teilhabe!