In Fulda formiert sich noch vor der Konstituierung der Stadtverordnetenversammlung am 20. April 2026 eine neue politische Kraft: Die Freie Demokratische Partei (FDP), die FREIE WÄHLER (FW) sowie die Wählergemeinschaft FGG – Fulda Gemeinsam Gestalten schließen sich zu einer gemeinsamen Fraktion zusammen. Die neue Konstellation will in der kommenden Legislaturperiode die Kommunalpolitik in Fulda maßgeblich mitprägen.
Nach Angaben der Beteiligten gibt es zahlreiche inhaltliche Schnittmengen und gemeinsame Zielvorstellungen. „Es gibt viele Schnittstellen, Ziele und gemeinsame Ansätze, die wir in Fulda umsetzen werden. Da auch über die politischen Ziele hinaus eine persönliche Ebene besteht, werden wir in den kommenden fünf Jahren starke Akzente für Fulda setzen“, erklärte der gemeinsame Fraktionsvorsitzende Michael Grosch (FDP). Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Tatevik Mamajanyan (FGG) betonte, die Menschen in Fulda stünden im Mittelpunkt der politischen Arbeit.
Mit Wilhelm Hartmann (FW) und Helge Mühr (FDP) sieht sich die Fraktion personell breit aufgestellt. Inhaltlich setzt das Bündnis Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Arbeitsplätze sowie bezahlbarer Wohnraum. Diese Themen sollen nach dem Willen der Partner gemeinsam weiterentwickelt und mit neuen Ideen unterlegt werden.
Ein zentrales Anliegen ist nach Darstellung der Fraktion eine gute Bildung als Grundlage für eine sichere Zukunft. Dabei solle die „freie Schulwahl“ erhalten bleiben. Das Verständnis von Bildung umfasse alle Bereiche – von frühkindlicher Förderung über Ausbildung bis hin zum Studium. Fulda solle weiterhin ein Standort sein, der Bildung, Wissen, Innovation und Wohlstand für alle sichere.
Auch die lokale Wirtschaft rückt in den Fokus. Diese sei in Fulda vor allem durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt, die häufig familiengeführt sind. Ziel der Fraktion ist es, diese Strukturen zu stärken und ihnen mehr Gestaltungsspielräume zu eröffnen. Attraktive Arbeitsplätze sowie die Entwicklung innovativer Produkte vor Ort benötigten geeignete Rahmenbedingungen, um neue Jobs zu schaffen und bestehende langfristig zu sichern.
Ein weiteres zentrales Thema ist der Wohnungsmarkt. Eine gute Wohnung dürfe kein Luxus sein, heißt es. Die Fraktion strebt an, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und neu zu schaffen. Dazu zählen unter anderem vereinfachte behördliche Rahmenbedingungen für Bauvorhaben sowie eine aus ihrer Sicht verträgliche Verdichtung innerstädtischer Flächen im Sinne einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung. +++
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