26. August 2016 5:10

Stadt bekräftigte bisherige Position zur Hochspannungsstromtrasse Suedlink

Fulda. Einen Fortschritt sieht Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld im derzeitigen Sachstand zur Hochspannungsstromtrasse Suedlink von Wilster nach Großgartach bzw. nach Bergrheinfeld/West (im NEP 2024 noch Grafenrheinfeld). Es hat sich gezeigt, dass „sich die klaren Worte und die Beharrlichkeit der letzten Monate gelohnt haben.“ Dennoch steht für OB Wingenfeld wie auch Stadtbaurat Daniel Schreiner fest: Wenn erneut die Stellungnahme der Stadt für die Fachplanung des Bundes zum Netzentwicklungsplan (NEP) 2025 gefordert ist, „müssen wir weiterhin mit Entschiedenheit sagen, was wir wollen oder nicht und aktiv sein.“ Im Magistrat informierten beide über die im Zuge der Öffentlichkeitbeteiligung von der Stadt Fulda aktuell Mitte Dezember vorgebrachten Anregungen und Bedenken zum NEP und bekräftigten die städtische Position der letzten Monate.

Erdverkabelung

Beide begrüßten ausdrücklich den politischen Willen, beim geplanten Netzausbau Erdverkabelungen den Vorzug zu geben. Bei den weiteren Planungen sei allerdings auch Rücksicht auf Belange des Naturschutzes, des Denkmalschutzes und des Tourismus im Stadtgebiet zu nehmen. Zudem wären bei neuen Leitungstrassen Einschränkungen hinsichtlich der städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten zu befürchten, die sowohl bei einer Führung als Freileitung, als auch bei einer Erdverkabelung zum Tragen kämen. Fulda ist eine expandierende Stadt mit wachsendem Siedlungsdruck und könnte hierdurch nachteilig betroffen sein. Kritisch beurteilt Stadtbaurat Schreiner ferner, dass der „NEP auf einen maximalen Netzausbau abzielt, ohne die Potenziale einer regionalen und dezentralen Stromerzeugung ausreichend zu beachten.“ Zielsetzung der Hessischen Landesregierung ist es, 2 % der Landesfläche für die Windenergienutzung bereit zu stellen, um die dezentrale Stromgewinnung in Hessen voran zu bringen. Dies schlägt sich unter anderem im derzeit im Verfahren befindlichen Teilregionalplan Energie Nordhessen nieder. Leitungstrassen ohne Einspeise- und Verteilungsmöglichkeit von dezentral erzeugten regenerativen Energien würden der Zielsetzung einer verstärkten Energieerzeugung vor Ort jedoch nicht gerecht.

Miteinander

Sowohl Fuldas OB als auch Stadtbaurat hoben im Zusammenhang das gute Miteinander mit der Bürgerinitiative Fuldatal hervor. Schreiner wörtlich: „Sie ist nahe dran am Thema. Wir marschieren in der Sache buchstäblich Seite an Seite.“ +++ fuldainfo | mb

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