Fulda. Das Anwohnerparken für die Bürger- und Bürgerinnen in den Straßen wird immer problematischer. Insbesondere wird der Druck durch Beschäftigte und Besucher des Landratsamtes stark erhöht. Dieser zunehmende Pkw-Verkehr erfordert konsequentes Handeln. Deshalb hat die SPD-Fraktion zum Haushalt für das Jahr 2017 den Magistrat aufgefordert, mit dem Landkreis in Verhandlungen zu treten mit dem Ziel, dass der Kreis auf dem Gelände des Landratssamtes ein Parkdeck errichtet. Dann könnten Bedienstete auf eigenem Gelände parken und auch Besucher des Amtes fänden leichter eine Parkmöglichkeit. Um die Parksituation im Nordend weiter zu entlasten, fordern die Sozialdemokraten außerdem, das bestehende Parkhaus Ochsenwiese zu vergrößern bzw. ein mehrgeschossiges Parkdeck entlang der Hanglage zur Magdeburger Straße zu errichten. Dies könnte Anwohner und Pendler gleichermaßen entlasten, teilte der SPD-Ortsverein Fulda Nord mit. +++
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Das Thema Parken im Nordend: Ursache Landratsamt
Das ist seit Jahrzehnten ein ganz heißes Eisen!
Schaut man sich aus der Vogelperspektive die Situation im Nordend an,
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so fällt auf, dass das Landratsamt oberhalb des neuen Gebäudes, welches vor ca. 10 Jahren erweitert wurde, einen ziemlich großen Parkplatz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereithält. Dieser Parkplatz ist sehr großzügig ausgelegt, ist aber nur einflächig und ringsherum mit üppig Grün ausgestattet. Als das Landratsamt in den 70-er Jahren gebaut wurde hat man wohl diesen Parkplatz dazugebaut. Im Lauf der Jahre jedoch ist das ursprüngliche Gebäude in der Wörthstraße 3 um einen kompletten Gebäudekomplex erweitert worden ohne dass jedoch die Zahl der Parkplätze entsprechend mit gewachsen wäre.
Inzwischen ist das Landratsamt Fulda mehr als doppelt so groß wie in den siebziger Jahren. Trotz eines voriges Jahr gebauten Besucherparkplatzes reichen die Kapazitäten nicht aus, um allen Besuchern bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Parkplatz zu garantieren. Und das sorgt rundherum tagsüber für Probleme!
Der Bau eines Parkhauses auf dem Gelände dieses Parkplatzes wäre evtl. machbar, aber da gibt es eine Reihe von Problemen:
1; wo sollen die Leute während der Bauphase des Parkhauses parken?
2; wieviel wird so ein Parkhaus kosten und wie finanziert man das?
3; ist bei der Enge des Geländes sowas überhaupt technisch machbar?
Wenn der Landrat beschließen würde, so ein Parkhaus auf traditionelle Art und Weise bauen zu lassen, würden ihm seine Mitarbeiter sicher die Bude einrennen und er könnte sich in der Kantine nicht mehr blicken lassen. Grund: für 3-4 Wochen wäre der Parkplatz des Amtes gesperrt. Und das würde vielen sauer aufstoßen. Das geht gar nicht!
Und selbst, wenn das irgendwie ginge: wer soll´s bezahlen? Q-Park? Und dann das Ganze über Parkgebühren finanzieren? Ich glaube dann würde der Landrat einen Bodyguard benötigen. Weil Parkgebühren für Landratsbedienstete: das geht ebenfalls nicht.
Und schlussendlich: wie soll man bei der Enge des Geländes überhaupt das Material zum Baugelände bringen? Man sieht doch schon heute, wie schwierig es ist, bei der engen Tannenbergstraße Baumaterial zum Galgengraben zu schaffen. Und dort droht ja schon das zweite Bauprojekt! Auch das ist kaum zu realisieren.
Und doch lassen sich all diese Probleme lösen. Wenn man nur bereit wäre, externe Firmen, die auf schwierige Bauprojekte mit engem Zeitrahmen spezialisiert sind, mit einem solchen Bau zu beauftragen. Schließlich kann man heutzutage schon ganze Häuser vorab bauen und dann in Einzelteilen auf die Baustelle bringen. Ich erinnere da nur mal an die Okal Fertighäuser der 70-er! Und sowas geht sicher auch mit einem Parkhaus aus Einzelteilen! Na ja, nicht gerade von Ikea, aber so ähnlich. Ein Profiteam könnte ein solches Parkhaus aus Einzelteilen bei guter vorheriger Planung sicher an einem Wochenende aufbauen.
Die Finanzierung ließe sich u.a. durch Crowdfunding und Zuschüsse vom Land oder Bund bewerkstelligen. Schließlich hat jeder was von diesem Parkhaus. Und wenn man alle überzeugt, etwas dafür zu geben, käme sicher Einiges zusammen.
Und die Enge des Geländes? Wenn man eine Woche vorher einen großen Baukran an einer strategisch günstigen Stelle aufbaut, könnten die LKWs auch in der Wörthstraße, der Tannenbergstraße oder hinten am Waldschlößchen parken. Die Bauteile ließen sich dann mit dem Kran herüberhieven. Ein paar Bäume müssten wohl weichen, aber die kann man auch nachpflanzen.
Und wenn sie jetzt denken, die kleine Feder redet Unsinn, dann bedenken sie bitte: wir sind heutzutage in der Lage, viele technische Probleme zu lösen, die vor 100 Jahren noch undenkbar waren. Der Mensch hat in den letzten 50 Jahren bautechnische Wunder vollbracht. Auch in Fulda ist sowas möglich. Man muss es nur wagen!
Na, was meinen Sie, lieber Herr Landrat? Packen wir´s an? Oder lassen wir´s liegen?