Sparkasse Fulda fördert Präventionstheater gegen sexuellen Missbrauch mit 15.000 Euro

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Sexuelle Übergriffe auf Kinder geschehen oft im Verborgenen, viele Betroffene sind jünger als 16 Jahre. In Fulda setzt deshalb ein theaterpädagogisches Projekt genau dort an, wo Kinder täglich lernen, streiten, spielen und Vertrauen aufbauen: in der Schule. Die Sparkasse Fulda und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützen das Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir!“ im Schuljahr 2025/2026 mit insgesamt 15.000 Euro. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen und soll Kindern helfen, eigene Grenzen wahrzunehmen, zu benennen und in schwierigen Situationen Hilfe zu suchen.

In kurzen, interaktiven Szenen führen die Theaterpädagoginnen Lina Gemming und Katrin Haude von der theaterpädagogischen werkstatt Situationen aus dem Alltag vor, in denen Kinder lernen sollen, zwischen angenehmen und unangenehmen Gefühlen zu unterscheiden. Thematisiert werden dabei nicht nur sexuelle Übergriffe, sondern auch Grenzüberschreitungen im Alltag. Die Aufführungen setzen auf direkte Sprache und Beteiligung der Kinder. Im Mittelpunkt steht das sogenannte Ja-Nein-Gefühl – also die Fähigkeit, ein ungutes Gefühl ernst zu nehmen und auszusprechen.

Die beiden Theaterpädagoginnen vermitteln den Kindern, dass sie das Recht haben, Nein zu sagen. Ebenso wichtig sei es, sich mit diesem Gefühl anderen anzuvertrauen. Deshalb erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende auch Hinweise auf konkrete Hilfsangebote wie die „Nummer gegen Kummer“, an die sie sich im Ernstfall wenden können.

Das Projekt umfasst mehr als nur die Theateraufführungen in den Klassenräumen. Lehrkräfte nehmen zuvor an einem Fortbildungsworkshop teil, der von der Schulpsychologie des Staatlichen Schulamts für den Landkreis Fulda gemeinsam mit den Fachberatungsstellen Pro Familia und dem Sozialdienst katholischer Frauen organisiert wird. Hinzu kommen Elternabende, bei denen sämtliche Szenen vorgestellt werden, damit Familien mit den Inhalten und der direkten Ansprache vertraut gemacht werden. Auch die Nachbereitung im Unterricht ist Teil des Konzepts. Dafür stellt die theaterpädagogische werkstatt begleitendes Unterrichtsmaterial zur Verfügung.

Als weiterer Kooperationspartner begleitet das Netzwerk gegen Gewalt Osthessen die Schulen und steht bei Fragen zur Präventionsarbeit als Ansprechpartner bereit. Im laufenden Schuljahr haben sieben Schulen mit insgesamt 20 Klassen und rund 310 Schülerinnen und Schülern an dem Projekt teilgenommen. Die vollständige Finanzierung übernehmen in Fulda die Sparkasse Fulda und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Gestartet wurde das Format bereits im Schuljahr 2022/23 an der Cuno-Raabe-Schule in Fulda.

Teilgenommen haben im Schuljahr 2025/2026 die Grundschule im Eitratal in Eiterfeld, die Grundschule Langenbieber in Hofbieber, die Keltenwallschule in Petersberg-Margaretenhaun, die Ritter-von-Haune-Schule in Burghaun, die ABC-Land-Schule in Maberzell, die Grundschule Haimbach in Fulda sowie die Vogelsbergschule in Hosenfeld. +++


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