Schwenk: Suedlink ist nicht vom Tisch – Weitere Stromtrasse im Gespräch

Bundesnetzagentur untersucht auch Variante durch Hünfeld

Entgegen der öffentlichen Diskussionen aus den letzten Monaten ist nach Auffassung von Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk eine Trassenvariante für die Fernstromleitung Suedlink keineswegs vollkommen vom Tisch. Zwar treibe die Bundesnetzagentur die Planungen für eine Variante über Thüringen als sogenannte „Vorzugsvariante“ voran, gleichrangig werde aber nach wie vor das Trassensegment 102 geprüft. Lediglich die sogenannte Ostvariante, das Trassensegment 103, das über Kirchhasel, Großenbach, Molzbach und Mackenzell führen sollte, ist nach Intervention durch die Stadt Hünfeld vom Tisch.

In Thüringen formiere sich entschiedener Widerstand gegen die Vorzugsvariante, deshalb seien alle von der Alternativvariante betroffenen Kommunen gefordert, ihre Positionen zu den Raumwiderständen gegen diese Planung deutlich zu formulieren. Die Alternativtrasse, das Trassensegment Nr. 102, die als sogenannte Westvariante geführt werde, betreffe die Gemarkungen Roßbach, Hünfeld, Sargenzell, Nüst und Mackenzell. Sie würde nach Auffassung des Bürgermeisters zu einer massiven „Überbündelung“ überörtlicher Infrastrukturen in diesem Bereich führen. Schon heute werde dieser Bereich von zwei Gasleitungen, der Salzlaugeleitung, von Verkehrsverbindungen wie der B 27 und der Bahnstrecke gekreuzt. Werde dieser Bereich weiter durch Infrastrukturmaßnahmen wie die Stromtrasse „zugebaut“, schränke dies in erheblichem Maße Zukunftsentwicklungen für die Stadt Hünfeld ein. Auch aus naturschutzfachlicher Sicht treffe diese Trasse auf sehr viele Widerstände. Das Flussauenverbundsystem in den Haunewiesen sei ebenso ein wertvoller Naturraum wie die Feld-, Flur- und die Waldgebiete südlich von Nüst und Mackenzell. Der Magistrat werde im Rahmen des Planverfahrens gewichtigte Argumente, die gegen diese Trassenvariante sprechen, mit allem Nachdruck vortragen.

Was in der Diskussion aus Sicht von Bürgermeister Schwenk völlig zu kurz kommt, ist weiterhin die Frage, dass es nicht nur um eine mögliche Trasse für den Suedlink gehe. Es drohe eine weitere Fernstromtrasse, für die allerdings bislang der Planungsauftrag an die Bundesnetzagentur noch nicht vergeben sei. Mögliche Varianten zu dieser weiteren Fernstromtrasse wären eine Aufrüstung der bestehenden Leitungstrasse von Kirchhasel, über Großenbach, Molzbach und Mackenzell ins Nüsttal durch fast doppelt so hohe Strommasten oder gar eine parallel verlaufende zweite Leitung in ähnlicher Größenordnung. Bei dieser Leitung sei nach gegenwärtigem Stand eine Erdverkabelung nicht möglich, so dass es in jedem Fall zu einer erheblichen Veränderung des Landschaftsbildes kommen werde. Auch hier sei erhöhte Wachsamkeit gefordert, um Schaden von der Region abzuwenden, schreibt Schwenk in seiner Presseerklärung abschließend. +++

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