RKI-Präsident ruft zu Impfungen auf

Brinkhaus wirbt für Verkürzung der Sommerferien

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat die Bürger dazu aufgerufen, sich gegen Corona impfen zulassen, sobald dies möglich ist. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass uns Impfungen zur Verfügung stehen“, sagte Wieler am Donnerstag. Er bitte alle, denen diese angeboten werden, diese auch wahrzunehmen. „Die Impfstoffe, die zugelassen sind, sind sicher, sie sind verträglich und sie schützen wirksam davor, an Covid-19 zu erkranken“, so Wieler.

Es sei aber auch so, dass es noch lange dauern werde, bis ein Großteil der Menschen in Deutschland durch Impfungen geschützt sein werde. „Die konsequente Umsetzung der Maßnahmen ist tatsächlich wichtiger denn je“, sagte der RKI-Chef mit Blick auf die aktuellen Fallzahlen. Das gelte gerade aufgrund des Auftretens neuer Virus-Varianten. Wegen ihnen bestehe auch die Möglichkeit, dass sich die Lage noch verschlimmere. Das RKI hatte am frühen Donnerstagmorgen 25.164 neue Corona-Fälle gemeldet. D as waren rund 4,6 Prozent weniger als am Donnerstag sieben Tage zuvor. Zudem meldete das Institut 1.244 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus, mehr als jemals zuvor.

Brinkhaus wirbt für Verkürzung der Sommerferien

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat seinen Appell an die Kultusminister der Länder bekräftigt, über eine Verkürzung der Sommerferien nachzudenken. Die Schulminister sollten „ganz ruhig darüber nachdenken, ob man insbesondere im Sommer die Ferien nicht auch verkürzen kann“, sagte Brinkhaus in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. Als Begründung nannte der CDU-Politiker den verpassten Lernstoff der Schüler aufgrund des fehlenden Präsenzunterrichts in der Corona-Pandemie. Der Lernstoff sei das „Entscheidende für das Leben“, sagte Brinkhaus. „Das Entscheidende für das Leben ist doch nicht, ob ich drei Wochen länger Ferien habe oder nicht.“ Es solle zwar weiterhin möglich sein, in den Urlaub zu fahren, so Brinkhaus. Das könne man aber auch in verkürzten Ferien tun: „Ehrlich gesagt: Wer fährt sechs Wochen in den Urlaub? Die meisten können sich das nicht leisten. Dementsprechend ist es so, dass man da auch drei oder zwei Wochen ganz gut unterbringen kann.“ Es gehe um die „Zukunft unserer Kinder“, die viel Stoff verpasst hätten, weil „das mit dem Distanzunterricht notgedrungen auch nicht so gut funktionieren kann, wie Präsenzunterricht“, so Brinkhaus. +++