Rekultivierungsmaßnahmen am Abfallwirtschaftszentrum Kalbach

Kalbach. Über den Fortgang der Arbeiten zur Oberflächenabdichtung der ehemaligen Kreisabfalldeponie informierte sich der neue Abfalldezernent des Landkreises Fulda, Frederik Schmitt. Vor Ort erläuterte der Fachdienstleiter Abfallwirtschaft, Claus Blachnik, die Maßnahmen. Die Arbeiten mit Gesamtkosten von rund fünf Millionen Euro haben im April begonnen und werden voraussichtlich zwei Jahren dauern.

Auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums wurde bis Mai 2005 der gesamte im Landkreis Fulda anfallende Hausmüll abgelagert. Durch eine gesetzliche Neuregelung muss seit Juni 2005 Abfall entweder verbrannt oder nach einer Vorbehandlung energetisch verwertet werden. Seither wird der in Kalbach angelieferte Müll in einer eigens beim Abfallwirtschaftszentrum errichteten Halle zum Weitertransport in entsprechenden Aufbereitungs- und Entsorgungseinrichtungen umgeladen.

Die ehemals zur Abfallablagerung genutzten Flächen wurden speziell gesichert und zum Schutz des Grundwassers mit einem Abdichtungssystem im Untergrund ausgestattet. Nachdem die Setzungsprozesse im Deponiekörper abgeklungen sind, soll in einem ersten Schritt auf den beiden ältesten, rund 6,5 Hektar großen Teilflächen die Oberfläche abgedichtet werden. Bislang waren die fraglichen Flächen lediglich mit mineralischem Material für eine Übergangszeit abgedeckt.

In diesen Deponieabschnitten wird ein rund zwei Meter starkes, mehrstufiges Dichtungssystem aus Ton, Kunststoffbahnen und rekultivierungsfähigem Boden aufgebaut, um den Eintritt von Niederschlagswasser in die abgelagerten Abfälle zu verhindern. Dieses müsste dann wegen seines hohen Verschmutzungsgrads in einem aufwändigen Verfahren gereinigt werden. Gleichzeitig kann kein Deponiegas, das durch Abbauprozesse im Deponiekörper entsteht, mehr entweichen.

Zunächst werden der Bewuchs und die obere Schicht der Zwischenabdeckung abgeschoben, um eine geeignete Auflagefläche für das Dichtungssystem zu schaffen. Damit eine zügige Abdichtung der offenen Flächen sichergestellt werden kann, soll dies in mehreren kleineren Bauabschnitten erfolgen. Unter Umständen kann es hierdurch kurzfristig zu Geruchswahrnehmungen kommen. Insgesamt werden zur Herstellung der verschiedenen Schichten rund 130.000 Kubikmeter Material benötigt. +++ fuldainfo

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