Prozessauftakt in Fulda: Mutter soll Neugeborenes getötet haben

Vor dem Landgericht Fulda hat am Mittwoch ein Prozess gegen eine Mutter begonnen, die wegen Totschlags an ihrem neugeborenen Kind angeklagt ist. Die Frau soll ihr Baby getötet und anschließend in einer Plastiktüte in der Tiefkühltruhe versteckt haben. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ereignete sich die Tat in einem Zeitraum zwischen Januar 2022 und April 2024. Entweder geschah die Tat noch in der Wohnung der Angeklagten in Bad Hersfeld oder nach ihrem Umzug in ein Wohnhaus in Heringen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Ermittlungen zufolge erlitt das Mädchen ein Schädel-Hirn-Trauma mit Knochenbrüchen und Hirnblutung, verursacht durch einen Schlag mit einem flächigen Gegenstand. Das Kind war nach Einschätzung der Anklagebehörde bei der Geburt voll entwickelt und lebensfähig. Um die Tat zu verbergen, habe die Frau den Leichnam in der Gefriertruhe deponiert.

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Gegen den damaligen Lebensgefährten der Angeklagten war ebenfalls ermittelt worden. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt, da sich weder seine Kenntnis von der Schwangerschaft noch eine Anwesenheit bei der Geburt nachweisen ließ. +++


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